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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1870-01-01 · Heft 2 · p. Seite 64

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
19 (1870)
Issue
Heft 2
Article
Die Zeit des Königs Chiskija und der zeitgenössischen Propheten
Date
1870-01-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
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Die Zeit dos Königs Chiskija 64 bares Naturereigniß, ein Erdbeben und ein brausender Sturm, welcher die Kriegesschiffe zerschmetterte, zugleich mit feinem glnhenden tödtlichcu Hauche in Wirbel des ägyptischen Wüstensandes die assyrischen Krieger in den Todesschlaf gelegt hat. Die heilige Poesie verherrlichte den großen Tag, in den Gott so sichtbar seinem Volke und seinem geliebten König Gnade erwiesen hatte. Ein Korachide sang: ״Gott ist uns Schutz und Macht, Hilfe in Nöthen, sehr nahe. Darum fürchten wir nicht, wenn die Erde wechselt, und wenn die Berge in der Mitte der Erde wanken. Es brausen und sieden seine Gewässer, es erbeben die Berge durch seine Hoheit, aber des Stromes Kanäle erfreuen die Gottes - Stadt, die Wohnung des Höchsten. Gott ist in ihrer Mitte, sie wankt nicht, es hilft ihr Gott bei der Morgenwende. Es wurden verwirrt die Völker, es wankten die Königreiche, Er erhob seine Stimnie, es zerfloß die Erde. . . . Geht und sehet die Thaten Gottes, wie er Verwüstungen auf Erden gemacht, tilgend den Krieg bis an's Ende der Erde, zerbrach er den Bogen, zerhackte den Speer und verbrannte Kriegsivagen im Feuer. . . . Groß zeigte sich Gott und sehr preisenswcrth in unserer Gottes-Stadt auf seinem heiligen Berge, in der schönen Höhe, der Freude der ganzen Erde, dem Berge Zion, dem Gottesberge, der Burg des mächtigen Königs, Gott hat sich in ihren Thürmen als Feste bekannt gemacht. Denn sieh, die Könige verabredeten sich und waren allsammt übermüthig; wie sic aber sahen, waren sie verwundert, betroffen, entsetzt. Zittern ergriff sie da, Beben, wie einer Gebärerin. Mit dem Ostwind zerbrachst Du die Tarschisch-Schiffe. Wie wir vernommen, so haben wir es erfahren in der Stadt des Gottes Zebaot, in unserer Gottes-Stadt, der wurde, was durch das PausalTäktwort nk>v temrtlich ist. Auch Ps. 21 erweist sich als Chiskijanischer Ps. auf diese Katastrophe und eben so 22. Im Ganzen enthält unser Psalter etwa eilf Psalmen ans Chisk. Zeit: 2, 21, 22, 46—48, 60, 61, 72, 70.

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