Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 19 (1870)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Zeit des Königs Chiskija und der zeitgenössischen Propheten
- Date
- 1870-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 17)
- Language
- German
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und bet zeitgenössischen Propheten. 65 Herr wird sie für immer festigen. . . . Umkreiset Zimt und umgehet sie, zählet ihre Thürme, richtet euren Siun auf die Mauer, besteiget ihre Höhen, damit ihr es bem spateren Geschlechte erzählen könnet, daß Gott, unser Gott es ist, der 1ms in Jugendkraft führt". — Ein Assaside ließ damals eine ähnliche Sangesweise vernehmen: ״Erkannt ist Gott in Juda worden, in Israel ist herrlich sein Name, in Salem ist seine Hütte geworden und seine Stätte in Zion, dort hat er des Bogens Blitze zerschmettert, Schwert und Krieg. . . . Sinnesberaubt wurden die Muthigsten und sanken in tiefen Schlaf, und die Tapfersten fanden ihre Hände nicht. Vor Deinem Dränen, Gott Jakobs, entschlummerken Roß und Reiter. Du bist fürchterlich, und wer könnte vor der Macht Deines Zornes bestehen? Voni Himmel hast Du Gericht vernehmen lassen, die Erde sah's und beruhigte sich. Als Gott auftrat zu Gericht, zu retten die Sanftmüthigen des Landes (Anawim). ... Er hemmt den Ungestüm der Fürsten, ist fürchterlich den Königen der Erde". Ein Dritter sang: ״Jetzt habe ich erfahren, daß der Herr seinem Gesalbten beisteht, ihn erhört aus seinen heiligen Höhen mit der hilfreichen Kraft seiner Rechten. Diese auf Kriegeswagen und Jene auf Nossen (vertrauend), wir aber riefen den Namen des Herrn an. Jene knieten nieder und fielen — und wir standen auf und kräftigten uns". Was Jesaia und die anderen Propheten noch prophezeit haben, daß in Folge eines überwältigenden Ereignisses die Völker der Erde Hnldigungsgeschenke nach Zion senden werden, ist auch nicht unerfüllt geblieben. Vom König von Babylon wird es ausdrücklich erzählt, daß er Chiskija Briefe und Geschenke zugesendet hat, scheinbar um ihm zur wiedererlangten Gesundheit zn gratnliren, im Grunde aber, um ihm zu dem unerwarteten Siege über Sanherib Glück zu wünschen und ein Bündniß mit ihm einzngehcn. Denn Babylonien rang gleich Inda nach Unabhängigkeit von MoimiSschNft. XIX. 2.