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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 12 · p. Seite 562

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 12
Article
Lewis Way und seine Emancipations-Apologie
Date
1869-01-01
Page
Seite 562 (sequence 12)
Language
German
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562 Lewis Way Epoche übertrifft, Voraussetzei:, daß die Erfüllu>:g des Letzten Ver- (S. 64.) sprechens sich bald verwirklichen wird. (Dieser Gedanke ist ausdrücklich durch Jeremias in einer Stelle bestätigt, die dem Zusammenhangs nach nicht auf eine frühere und vergangene Befreiung anwendbar ist. Es ist sehr vernünftig, vorausznsetzen, das; ähnliche Umstände den Antrieb zu ähnlichen Anstalten geben können, und daß gleiche Mittel zu demselben Zweck führen werden. — Moses kündigt die endliche Wieder- Herstellung in den letzten Tagen als die Fortsetzung des Fadens ihrer Geschichte an (Deut. XXX) und die Prophezeiungen des Jeremias, die sich darauf beziehen, sind so in's Einzelne gehend und so schließend, wie diejenigen, die die Gefangenschaft von 70 Jahren in Babylon bezeichnen. Schon viele Tausende von Christen haben den Drang gefühlt, (S. 65.) ihre älteren Brüder vom Hause Israel zu besuchen, ״das Jerusalem von jetzt, welches mit^ seinen Kindern dient (Briefe an die Galatäer IV, 25). Jeremias sagt bestimmt, daß die letzte Befreiung Israels mit dem Norden beginnen muß (Jeremias III, 12—18). Und die nördlichen Nationen Europas sind genau diejenigen, die sich jetzt mit dem Werke ihrer Wiederherstellung beschäftigen. Man hat nichts in Spanien, Portugal, Jtatien versucht; aber Rußland, England und Holland geben ein glänzendes Zeugnis; für diese Prophezeiung des Jeremias ״Ich werde Euch einen aus einer..Stadt nehmen und zwei aus einen: Stamme und ich werde Euch in Zion eintreten lassen und ich werde Euch Hirten nach meinem Herzen geben, welche Euch weiden werden nach Wissen und Einsicht. In diesen Tagen wird das Haus Juda mit dem Hause Israel gehen und sie werden zusammen aus dem Lande des Nordens in ein Land gehen, daß ich Euren Vätern als Erbschaft gegeben habe (Jeremias llfr 14—18). In Beziehung auf die Bezeichnung des Willens der Vorsehung, der in der öffentlichen Meinung ausgedrückt ist, oder ״die Stimme Gottes in der Stimme der Menschlichkeit", findet sich eine Stelle in den 102. Ps., die entscheidet, was die Zeit betrifft. ״Du wirst Dich erheben und Du wirst Mitleid Haben mit Zion, denn es ist Zeit, Mitleid zu haben, denn die bezeichnet Zeit ist vergangen, denn Deine Diener werden Mitleid haben mit seinen Steinen und Erbarmen mit seinem Staube" (Psalm II, 14, 15). Es ist klar, daß diese Worte in Hinsicht auf ihre Verbindüng, sich auf ihre endliche Wiederherstellung beziehen. (S. 66.) Eine wohlwollende und versöhnende Haltung, die gegen die Israeliten angenommen wurde, würde ihre Redlichkeit nicht bloßstellen, sie würde dahin zielen, sie zu bestätigen, weil sie sich bald darauf in Jerusalem niederlassen und festsetzen werden.

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