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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 12 · p. Seite 561

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 12
Article
Lewis Way und seine Emancipations-Apologie
Date
1869-01-01
Page
Seite 561 (sequence 11)
Language
German
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und seine Emancipations-Apologie. 561 nicht bekehrt sind. — Wenn Joseph imb Daniel die ersten Staatsämter in fremden Ländern bekleideten, muß inan sich erinnern, daß sie wahre Israeliten waren mit geistiger Beschneidung des Herzens und Kinder der wahren Kirche, ebenso wie jeder Christ in unseren Tagen. Cs ist nicht nöthig, ihnen die Ausübung gewisser Aemter durch eine ausdrückliche und besondere Ausschließung 51t untersagen, es wäre besser, sich aus den guten Witten Derer zu verlassen, die mit der entscheidenden Macht belehnt sind. Was die Zeit anbetrisst, in der es paßt, solche Versuche zu machen, so kann man sagen, wenn man sich auf die öffentliche Meinung verläßt, daß sie es laut ausspricht, daß der gegenwärtige Augenblick außerordentlich günstig dafür ist. Die einmuthige Uebereinstnnmung einer Menge Schrift ten, von Männern verschiedenen Charakters, die sich in dem Ausdrucke desselben Gefühles vereinigen; die vermehrten, neulich von den Juden selbst gegründeten Schulen, die Gesellschaften unter den Christen gegründet zu ihrer Bekehrung, die bereits bestehenden öffentlichen Edikte zu ihren Gunsten; ihre bürgerliche und vollständige Emancipation in Holland und Frankreich, die bis jetzt von keinen Nachtheilen begleitet war; dies wunderliche Wachsen der jüdischen Bevölkerung, welche der Unwissenheit (S. 63.) und Jmmoralität überlassen, eine Plage anstatt einer Wohlthat für die Gesellschaft werden würde, die allgemeine und außerordentliche Neigung die Jugend zu belehren, die Mittel, welche die modernen Verbesserungen erleichtert haben, um Schulen und Fabriken zu gründen, und die Industrie mit der moralischen Bekehrung zu verbinden, bei verhältnißmäßig wenig beträchtlichen Kosten, die Friedensrichtung Europas, welche die Ausübung der Civilisationspläne erleichtert; diese Gründe, ans eine Menge anderer gestützt, die zu augenscheinlich sind, sie aufzuzählen, beweisen bis zur Klarheit, daß es freiwillig Zeit verlieren hieße, dre Ausübung einer so schönen Absicht in der Zukunft aufzuschieben. Wenn in einigen Ländern fanatische oder eigennützige Schreier sich noch gegen die Emancipation der Juden hören Lassen, so sind sie ebensowenig die öffentliche Meinung, als die wüthende Declamation einiger Pflanzer der Colonien gegen die Unterdrückung der Behandlung und Sklaverei der Schwarzen sind. Die Analogie der alten Geschichte Israels kommt noch dazu, das Zeugniß der bestehenden.Umstände zu bestätigen ״als die Zeit der Verheißung, welches Gott dem Abraham zugeschworen hatte, herannahete, wuchs das Volk und vermehrte sich in Egypten" (Apostelgeschichte VH, 1. T.). Man kann also nach der Vermehrung der Israeliten, welche in unseren Tagen bis zu einem Punkte gewachsen ist, der die ganze frühere

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