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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 12 · p. Seite 543

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 12
Article
Ein hebräisches Apokryphon
Date
1869-01-01
Page
Seite 543 (sequence 2)
Language
German
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Ein hebräisches Apokryphon. 543 für 1121 לאבר wieder paraphrasirend: 11לאבר שמו ולמחות 1ב; den echt biblischen Ausdruck ,אבוריות חמר umschreibt I. matt mit באבוריות ובחמה גדולת; das kräftige ויאור העולם wird zu ויהו אור על כל העולם, — Aber auch die ebenfalls von Zuuz (l. v. S. 152) ausgesprochene Ansicht, daß Josippon aus den Zusätzen der Septuaginta schöpfte, ist nicht haltbar, da sie daselbst in ganz anderer Ordnung und bei weitem nicht so ausführlich sind, sich auch in manchen Punkten eher der Darstellung des Esther Nabba nähern. Alles dies erwogen, drängt sich die Vermuthung auf, es müsse irgend eine alte Quelle existirt haben, aus der Alle schöpften. Zum Glück können wir die Spur einer solchen Quelle verfolgen. In verschiedenen hebräischen Handschriften erscheinen als Zuthat zum Buche Esther der Traum und die Gebete in aramäischer Bearbeitung (s. Zunz G. V. S. 121). Auf der Breslauer Stadtbibliothek befindet sich diese Zuthat gleichfalls in einem Codex aus dem Jahre 1238, der Pentateuch und Hegiographen nebst Targumim, sowie Haphtaroth enthält. Sie steht daselbst am Ende der Schlußseiten des Buches Esther, von dem der sog. Targum scheni gegeben ist. Die Ueberschrift חלומו של (מרדכי tragend, hat das Stück zum Schluß die Worte: סליק ספר חלמיה דמרדכי יהוראה וצלותיה עם עלותה ראסתר מלכתא. Die Quelle, woher der Abschreiber, ein Deutscher, Namens Meschullam ben Josef, diesen Zusatz nahm, war aller Wahrscheiulichkeit nach eine alte Abschrift der Targumim zu den Hegiographen. Denn unmittelbar auf jenes סליק folgt in gleicher Schrift (das Stück ist nämlich kleiner geschrieben, als der Text nebst Targum) ein zweites: סליק ספר תרגום של כתובים רתרגם ר׳ יוסף. — Dies geht nicht auf die in unserem Codex enthaltenen Targmuiul, da erst jetzt die übrigen Bücher der Kethubim folgen. Es muß also diese aramäische Zuthat zu Ende einer Targumabschrift gestanden haben, in der Esther natürlich das letzte Buch ist, das einen Targum hat, mit dem auch die gesammten hagiographischen Targumim schließen. Mit Letzteren hat aber das in Rede stehende Stück ohnedieß, wenn nicht den Verfasser, jedenfalls die Zeit der Entstehung gemein, wie Zunz (l. e. S. 122) eines Nähern nachweist; so wie die ganze Haltung und die von Hebraisineu strotzende Ausdrucksweise bekunden, daß wir es mit einer Version zu thun haben. Das hebräische Original dieser

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