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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 11 · p. Seite 503

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 11
Article
Das Buch Kohélet, seine Entstehungszeit und sein Charakter
Date
1869-01-01
Page
Seite 503 (sequence 23)
Language
German
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feine Entstehnngszeit und fein Charakter. 503 Gilt Satz iit Josephus (das. XV, 1, 1) giebt den vollen Coinmentar dazu. ״Nachdem Herodes die Herrschaft über Judäa erlangt hatte, so hat er Diejenigen, welche zu seiner Partei gehalten hatten, zu hohen Würden erhoben. Diejenigen aber, welche entgegengesetzt gehandelt hatten, unterließ er nicht, täglich zu bestrafen und zu züchtigen". Die Anhänger der hasmonäischen Dynastie, die in Neichthmn gelebt hatten, die ״Fürsten", soweit sie nicht hingerichtet worden waren, versanken in Arinnth und Niedrigkeit, dagegen Herodes' Parteigänger, das gewissenlose Gesindel und die Jdmnäer, spielten die Herren. Es findet sich kein Beispiel in der nachexilischeu jüdischen Geschichte von einem solchen Glückswechsel, daß die Ersten die Letzten, und die Letzter: die Ersten geworden wären, als eben während der Herodiarrischen Negierung. Einige Verse lassen noch viel bestimmter auf Herodes rathen rrnd geben fast das Jahr an, in welchem Kohölet verfaßt worden sein kann (4, 13—16): ״Besser ein armer und weiser Jüngling, Als ein aller, thörichter König, Der nicht mehr sich rathen zu lassen weiß. Denn aus dem Kerker wird (jener) zu regieren herauskommen, (Während dieser) auch in seiner Regierung elend geworden ist. Ich sah alle Lebenden, unter der Sonne Wandelnden mit dem Jüngling, Dem zweiten, der an seiner Stelle herrschen soll, Kein Ende ist dem Volke, welches vor ihm ist (?) Auch seiner werden sich die Spätere» nicht freuen, Tenn auch dieses ist vergänglich rtnd Jagd nach Wind." Die Antithese von einein alten, thörichten König und einem IüugUug im Kerker erinnert deutlich an Herodes und seine Haustragödie. Von den beiden Söhnen von Mariamne, Alexander rtnd Aristobulos, war es eigentlich der E r st e r e, der im Verdachte stand, dein Vater nach dem Leben zu trachten; Alexander allein wurde daher nach

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