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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 10 · p. Seite 475

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1869-01-01
Page
Seite 475 (sequence 3)
Language
German
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Recensiomn. 475 Was nun die Arbeit des Herrn St. betrifft, so kann man in den meisten Fällen seinen Erklärungen und Etymologien zustimmen, die von einem gesunden Sprachsinn zeugen und sich von der Sucht nach Adenteuerlichem und Geschraubtem mit Erfolg fernhalten. Manches Wort bleibt nach wie vor unaufgehellt. Manches Andere ist anfechtbar, ohne daß dadurch dem Wertste des Ganzen Eintrag geschieht. אחראי ist doch wohl weit eher der Hintermann, Stellvertreter, Bürge, als eine Bildung von %Q80c. — Für 1אט empfiehlt sich am besten die Erklärung Luzzatto's durch על טונא nach der Analogie von מטול הפל׳ שבער׳) ed. Roseukr. 117 b.). — Tie Wurzel א ר, Infcl ארה, arab.ארי, auf die ודקארי ליה מאי קארי ליה ,איריא (Termiuol. p. 8), מדקא ארינן גלל (B. Kama 30 d. nach der LA des Arnch 4 אר, in den Edd. מדקאיירינן, Raschi: מדקא איירינן) zurückgehcu und die Bedeutung derselben: knüpfen, flechten, zusammenfügen stimmt genau zu der auch in indogermanischen Sprachen weitverzweigten Wurzel a r in ag-dgtaxe fügte nit, &Q-[L1€vog passend, äq-iiiö&j, ag-f.1 ortet, siehe Eurtius, Grundzüge der griechischen Etymologie, 2te Ausg. 305, § 488. — S. 11 coi. 2, Z. 28 ist \tatt בדותא :ברותא zu lesen. — Das; גט, Urkunde nicht actum, sondern das echt orientalische חט, Hat ist, habe ich schon Monatsschr. XV, 151 mitgetheilt. Es geht auf חטט eingraben, aushöhlen, syrisch חטוטא Furche zurück, wie שטר Vertrag auf ,שרט שרטט schreiben, eingraben, einkratzen. ״Am häufigsten d die Bezeichnung für Schreiben und Schrift der uralten Vorstellung vom Einkratzen entlehnt, wie z. V. im Deutschen schreiben verwandt mit schrabeu, scstrafen, schraffiren, holländisch 8ebr^ven, schwedisch skrikva, dänisch skrive, isländisch skrifa, lateinisch scrib-ere, griech. YQä(p-£c,v, hebr. saphar, altägyptisch eilet, welchen zunr Th eil auch wurzelhaft verwandten Benennungen insgesammt die Urbedeutung des Eil:- grabens, Einkratzens zu Grunde liegt (Heinr. Brugsch, lieber Bildung und Entwickelung der Schrift. Berlin 1868. S. 7. Bergt, auch L. Geiger in Zeitschr. der DM6. XXIII, 165 ff.). "דיני דגרמי ,גרם, die Etymologie des Wortes ist dunkel." Es hängt mit arab. גרם sich vergehen, garamon, Sünde, Verbrechen zusammen, siehe Geiger, jüd. Zeitschr. 4, 245, vgl. auch ar. יערם. Auch das Neusyrische kennt מגרם, in Geldstrafe nehmen (Noldeke, neusyr. Gramm. 195). שחוור (p. 26) hängt nicht mit שחרר, befreien, zusammen, sondern ist ein persischer Würdename und kommt auch in der Form שחון

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