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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 9 · p. Seite 415

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 9
Article
Zur Geschichte der Anschauungen über die jüdisch-hellenistische Religionsphilosophie
Date
1869-01-01
Page
Seite 415 (sequence 17)
Language
German
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über die indisch-hellenistische Religionsphilosophie. 415 Quellpuukt dieser gewaltigen Strömung angeben, klimatische Verhältnisse als Erzeuger, einen einzelnen Mann als den Erfinder dieser Religio nsphilosophie anzusehen, das ist ebenso verkehrt, wie Gfrörer's Declamationen gegen die Eitelkeit Philo's, gegen den Wahnglauben der Alexandriner, gegen die Heuchelei und Betrügerei der Hellenisten. Aber auch in diese Wege folgt Dähne seinem heftig bekämpften Vorgänger. Die jüdischen Neligionsphilosophen haben nach Dähne ein klares Bewußtsein des unauflöslichen Zwiespaltes, in dem sich Religion und Philosophie befanden und suchen diesen Zwiespalt, bloß um den Schein zu wahren, künstlich zu verdecken. 'Die Tendenz ihres Standpunktes ist eine etwas trügerische', sagt Dähne 46, 'ihr sittliches Zartgefühl abgestumpft, sie bringen nicht in Anschlag, daß sie durch die Annahme einer doctrinalen, sichtlich lügenhaften Anbequemung der heiligen Verfasser des A. T. an die Schwächen Anderer so ganz die zärtere Achtung und Scheu vor der sittlichen Makellosigkeit derselben aufgaben'. Heuchelei wittert Dähne sogut bei den Uebersetzern der LXX wie in den Schriften Philo's. Der aber ist nicht im Stande, eine Geschichte dieser Zeit zu schreiben, der, wenn er auch nur Eine Schrift Philo's gelesen hat, das kindlich reine Gemüth dieses Mannes eines absichtlichen Betruges für fähig halten kann. Wie Gfrörer schreitet auch Dähne von Philo rückwärts in die vor ihm liegende Zeit des jüdischen Hellenismus und modelt nach diesem Einen Manne und seinen Lehren Alles, was von Philosophen und Philosopheinen sich bei jüdischen Hellenisten findet. Wie für Gfrörer, so ist auch für Dähne das Christenthum der Hafen, dem er gleich beim Auslaufen mit vollen Segeln zusteuert^. So brauche ich denn wohl Nichts hinzuzufügen, um die Behauptung wagen zu dürfen, daß auch in Dähne die jüdische Religionsphilosophie einen unparteiischen, competeuten Richter nicht gefunden hat. Selbständige, ausführliche Darstellungen unseres Gegensinn-

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