Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Zur Geschichte der Anschauungen über die jüdisch-hellenistische Religionsphilosophie
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 410 (sequence 12)
- Language
- German
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0ו4 Zur Geschichte der Anschauungen seid 25; Indien fei der Ursitz der jndisch-alexandriuischen Weisheit/ so behaupten Isaak Jakob Schmidt 26 und von Bohlen 27; Aegypteil, das Land der Mnnlien und des Thierdienstes, soll einen bedeutenden Einfluß auf die Lehren Philo's ausgeübt haben nach der Ansicht Horn's und Anderer 28; chaldäische Elemente findet in den Philonischen Schriften Plant22; selbst China ist man ge׳- neigt, als Mutterland alexandrinischer Lehren anzusehen 3°: zuletzt ist die Kab bala, als uralte traditionelle Weisheit der Juden, zur Grundlage des philonischen Systems gemacht morden 31. Damit war mau denn glücklich so weit gekommen, Erscheinungen des ersten aus Beivegungen des neunten oder dreizehnten Jahrhunderts erklärt, das Kind zur Großmiltter der Mutter gemacht zu haben. Diesen zum Theil recht wunderlichen Theorien gegenüber fehlte es zum Glück nicht an nüchternen Stimmen. Es ist das Verdienst Tittmann's 32, früh eine Menge von Instanzen gegen die Mosheim-Brucker'sche Theorie iils Feld geführt zu haben. Sodann haben Meiners ■3®, Tiedemann 34 und am gründlichsten Georgii 3® in einer trefflichen, jedoch nicht ganz vorurtheilsfreien Abhandlung darauf hingewiesen, daß, wenn auch manche Lehren aus dem Dunkel der Tempel des Orientes auf die Volkermärkte der Hellenistischen Städte sich mögen verirrt haben, durch vage Begriffe von einem specifisch orientalischen 'Emanatismus, Dualismus, Jntellectualphilosophie'33 und durch bloße Zusanuneustellung zufälliger Einzelheiten nimmermehr der Beweis dafür geführt werden könne, daß die Grundlage der jüdisch-hellenistischen Religions- Philosophie irgend wo anders als bei Griechen und Juden und in ihren allgemein zugänglichen, nichts weniger als geheimen Lehren und Schriften zu suchen sei. Doch als die Mosheim'sche Hypothese von der Mehrzahl der Forscher längst aufgegeben war, konnte die rechte Anschauung und die rechte Behandlungsweise unseres Gegenstandes noch immer nicht Platz greifen. Man hielt sich an Aeußerlichkeiten; man