Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Zur Geschichte der Anschauungen über die jüdisch-hellenistische Religionsphilosophie
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 407 (sequence 9)
- Language
- German
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über die jüdisch-hellenistische Religionsphilosophie. 407 lange Zeit ungeschwächt. Ergötzliche Zwistigkeiten über die schriftstellerische Thätigkeit unseres Erzvaters Adam liefert das siebzehnte Jahrhundert11; Adam, Seth, Henoch, Abraham und eigentlich alle Erzväter gelten für bedeutende Philosophen 13. Hugo Grotms glaubt, daß Philo die Dreieinigkeit bekenne"; Petavius ist geneigt, ihn für einen Arianer zu halten 14, und noch Mangel) möchte annehmen, Plato habe seine Weisheit aus einer griechischen Uebersetzung der Bibel geschöpft 15, um unzählige ähnliche Mißverständnisse gu übergehen, von denen die Litteratur dieser Zeit überströmt. Doch während diese Jrrthiimer noch auf der theologischen und philologischen Welt lagen, zum Theil schon längere Zeit, bevor sie ausgesprochen wurden, beginnt eine bessere Erkenntniß sich Balpr zu brechen. Man sucht wenigstens nach Licht, das die frühere Zeit trotz der Dunkelheit, die sie umgab, nicht vermißt hatte. Seit beut Ende des siebzehnten Jahrhunderts trat die Geschichte der Religionen in den Kreis der Theologie, und von ihr aus führte ein naher Weg zu der Religioirsphilosophie der jüdischen Hellenisten. Gerhard Johamies Vossius schreibt mit großer Gelehrsamkeit, wenn auch in tiefer Befangenheit sein Werk 60 theologia gentili et de physiologia Christiana, Stanley, der Vater der Geschichte der״ Philosophie, verfaßt seine histori« philosophiae Orientalin, und zahlreiche andere Werke bearbeiten in ihrer Weise dasselbe Gebiet. Johannes Clericus weist im siebenten seiner episw-lae oritioae den alten Wahnglauben zurück, Plato sei bei den Juden tu die Schule gegangen und giebt auch in den folgenden Briefen und andern Werken manchen nützlichen Wink; Eschenbach's Epigenes deckt wenigstens einige der gröbsten Fälschungen der Orphiker aus; Hody beleuchtet in seinen bekannten Werken die Anfänge des jüdischen Hellenisntus und entlarvt den Fälscher des Aristeasbriefes trotz allen Sträubens der aus langem Schlafe geweckten Theologie. Der Streit der 'Puristen' und 'Hebraisten' " über 'den Stil' des neuen Testa-