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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 8 · p. Seite 363

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 8
Article
Tendenz und Abfassungszeit der letzten Capitel des Buches der Richter
Date
1869-01-01
Page
Seite 363 (sequence 7)
Language
German
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des Büches der Richter. 363 ©eitert stehen mit ihrer Weitläufigkeit zu dem Keru der Erzählung in gar Seinem Verhältnis;. Dagegen wird in der ganzen Versanrmlnngsuird Kampfesgeschichte nicht eine Persönlichkeit (außer dem ziemlich nebensächlich behandelter; Pinehas) erwähnt. Ich will davon schweigen, daß wir reicht eirnual ben Namerr Dessen erfahren, auf desseir Ruf der Bürgerkrieg ansbrach; aber ohne Zweifel nmßte sich doch um die Veranstaltung der Znsanrmenkunft der Eine oder Andere besonders verdient gemacht, ohne Zweifel mußten auf beiden Seiterr Feldherren gestarrderr haben, die mehr oder minder ausgezeichnet, die wenigstens naurentlich aufgeführt zu werden verdienten! Sollten Namen und Thaten dieser Männer dem Verfasser unbekannt geblieben sein? Das läßt sich bei seiner sonstigen Vertrautheit urit ben nebensächlichsten Kampfesumständen nicht annehmen. Also muß er sie absichtlich. übergangen haben! Und warum? Wollte er etwa Ruhmesthaten, die in einem Bürgerkriege verübt waren, nicht verewigen? Warum hat er daun aber dieser; selbst verewigt und noch dazu der Art, daß er die Gunst des Schrveigens und der Rede, me es scheint, ungleich vertheilt! Denn so diskret der Verfasser im Allgemeirrer; ist, so erspart er es doch der Gemeinde von Jabesch-Gilead nicht, von ihr ausdrücklich zu melden, daß sie sich allein von der Gesammtthat ausgeschlossen (21, 8 ff.). Und so sehr er im Uebrigeu lein Lob zurückhält, so gederckt er doch nüt unverkennbar aus;eichnender Absicht, daß den; Stamule Juda (der überdies allein von den gegen Benjamin verbündeten Stämmen genannt rvird) der Vortritt im Kaurpfe zugefallen sei. (20, 18). Freilich ist diese Auszeichnung Jirda'S nur sehr schwach arrgedeutet; aber sie hebt sich immerhin deutlich genug ab von der fast entgeger;gesetzten Behar;dlung, welche der Stau;1r; Benjamin irr nrairchei; Th eilen unserer Schrift erfährt. Mit dieser letzterer; Bemerkung ist übrigens schon die offene Stelle au unserer Schrift bezeichnet, durch welche sich ein Einblick in ihren Zweck thun läßt. Soviel sieht man, einmal auf-

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