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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 7 · p. Seite 314

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 7
Article
Erklärung zu einer Mischna im Traktat Megilla
Date
1869-01-01
Page
Seite 314 (sequence 2)
Language
German
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314 Erklärung zu einer Mischna im Traktat Mcgilla. dem Genossen Hillels, berichtet wird: יצא לעבודת המלך, was man gleichbedeutend hielt mit יצא לתרבוח רעה. So haben Biele wahrscheinlich ihre Kinder, um ihnen eine bessere materielle Stellung im Leben zu bereiten, für den Beamtendienst bei der römisch-herodianischen Regierung heranbildeu lassen. Daß ארם, wegen seines Auklangs an רומי, in Talmud und Midrasch oft für Nom gebraucht wird, ist längst bekannt, und weist dieses ganz gründlich nach Levy in seinem chaldäischen Wörterbuch Th. 1, S. 65 und 66. א ni ארמי als Abstraktum heißt also: Römerthum. Nun wissen wir aber, daß die römische Negierung im Talumd schlechtweg auch מלכות genannt wurde. So bot sich hier in dem Worte מלך, welches im Gegensatz zur adjektivischen Form מלך (wie עכר und d. gl.) als Abstraktum (wie קירש) gleich מלכות, Regierung, leicht gedeutet werden konnte, ein Anhalt zu folgender Auffassung und Anwendung: ״Du sollst von deinen Kindern keines dazu bestimmen, לאעברה כארמיותא, es in das Römerthum einzuführen." Eine solche öffentliche symbolische Deutung war, abgesehen von der Schädigung der religiösen Gesetzlichkeit, die hierin erblickt wurde, noch mit der besondern Gefahr verbunden, die in einem so offenen, feindlichen Auftreten gegen die Regierung enthalten ist. Darum משתקין אותו בנזיפה, soll auch die Strafe des Bannes angeweudet werden, um ein solches kühnes Auftreten zum Schweigen zu bringen. Die Art, wie der b. Talmud f. 25 a die Auffassung der Worte ומזרעך לא תתן וכוי im Namen der Schule von R. Jsmael anführt, תני דבי ר׳ ישמעאל בישראל הבא על הכותית והוליר ממנה בן לע״א הכתוב מדבר , spricht dafür, daß er nicht (wie Geiger, ״Urschrift" S. 203, annehmen will) eine der in der Mischnah verpönten Auffassung zustimmende, sondern vielmehr eine von derselben abweichende Deutung giebt. Er faßt nämlich זרעך in der Bedeutung ssmsn virile auf, wie 3. M. 15, 18, und erklärt die betreffende Stelle so: Du sollst von deinem זרע keine Verwendung machen, um dem מלך oder überhaupt dem Heidenthum ein Kind zuzuführen, welches er durch die Worte bezeichnet .בישראל הבא וכזי הכתוב מרבר Ich bemerke noch gegen die Auffasiung unserer Mischnah von Geiger (l. <!.), der auch Levy in seinem chaldäischen Wörter-

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