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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 7 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 7
Article
Der Auszug aus Babylonien und der Dualismus in der Oberleitung des nachexilischen Gemeinwesens in Judäa
Date
1869-01-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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und d. Dualismus in der Oberleitung des nachexil. Gemeinwesens 301 sönlich berührt haben. Beginnen wir mit den leichtverständlichen Versen. ״Auch hast Du sein Schwert rückwärt s l) gekehrt und ihn nicht bestehen lassen im Kriege." Was will dieser Zug aussagen? Man darf das Bindewort ״auch" nicht dabei übersehen. Es will offenbar andeuten, daß dieses Factum von einer Niederläge inr Kampfe nicht den Mittelpunkt des Unglückes bildet, das den Dichter betroffen hat, sondern nur als ein Nebenumstand erwähnt wird. ״Auch, als ich einen Kampf einging, waren meine Waffen unglücklich, und Du, o Gott, hast sie nicht unterstützt." Dieser Umstand, daß der Dichter einen Kampf auf eigene Faust unternommen hat, nicht vom ganzen Volke, sondern nur von eigenen Parteigenossen unterstützt, und daß dieser Kampf Unglücklich ausfiel, paßt sehr gut auf Zerubabel. Erinnern wir uns, daß er gegen die Feinde des jungen Gemeinwesens, gegen die Störer des Tempelbaues mit einer militärischen Macht, mit Gewaltmitteln vorzugehen die Absicht hatte. Der Prophet Zacharia mußte ihm zurufeu: ״Nicht mit Heeresmacht und nicht mit Gewalt (wird der Tempel aufgerichtet werden), sondern mit meinem Geiste" (o. S. 290). Es ist also recht gut denkbar, daß er trotz der Warnung des Propheten eine kriegerische Schaar um sich gesammelt und einen Kamps begonnen hat, in dem er aber, eben wegen der Vereinzelung, unterlegen sein mag. Wir müssen immer dabei im Auge behalten, daß ein Davidide spricht und klagt, und da dieser Zug auf keinen der davidischen Könige paßt, da h Es ist zu verwundern, daß auch die neuesten Erklärer den Sinn des 44. V. אף תשיב צור חרבו verkannt haben, da doch das Targum die richtige Leseart an die Hand giebt: לחוד חחיב לאחוריה סיפיח. Es hat also sür צור gelesen אחור. Hupfeld geht bei diesem Verse mit den sog. Rabbinen und übersetzt צור חרבו mit ״Schärfe seines Schwertes." Ols- Hansen findet mit Recht keinen Geschmack an dieser Erklärung und noch we- Niger an der noch abgeschmackteren: ״Felsen seines Schwertes" und sucht nach einem zu substitmrenden Worte (S. 304). Ich denke תשיב אחור חרבו läßt nichts zu wünschen übrig.

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