Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 7 · p. Seite 294

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 7
Article
Der Auszug aus Babylonien und der Dualismus in der Oberleitung des nachexilischen Gemeinwesens in Judäa
Date
1869-01-01
Page
Seite 294 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829374-2829382-2864505--12141-2864524
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

294 Der Auszug aus Babylonien geben." Jesua soll Hen׳ und Herrscher in dein Gemeinwesen werden, das bis dahin demokratisch eingerichtet war. Welches Verdienst hatte aber Jesua, um an die Spitze des Volkes gestellt zu werden? Sein Ankläger wird mit den Worten angefahren: ״Dieser ist ja ein Scheit, aus dem Feuer gerettet!" (הלא וה אוד(1 מוצל מאש). Auch das muß in der andeutenden Sprache des Propheten einen Sinn haben. Wenn ich nicht irre, wollte er damit sagen, Jesua sei Märtyrer gewesen, er sei schon dem Feuertode übergeben worden und daraus (wunderbar) errettet worden. Dieses Verdienst berechtige ihn, in der messianischen Ordnung den ersten Platz einzunehmen. Die vergangenen Sünden werden ihm um dieses Verdienstes willen erlassen werden. ״An diesem Tage (der Sündentilgnng) werdet ihr einer den andern unter den Weinstock und den Feigenbaum (messianische Friedenszeit) einlad en" (3, 10 2). Wir sind also kritisch vollständig berechtigt, einen Dualismus in der Oberleitung des nachexilischen judäischen Gemeinwesens anzunehmen; er bestand in der ans den historischen Antecedentien אוד (י bedeutet im Hebe, ein Stückholz, das schon im Feuer liegt und zum Theil schon angebrannt ist. *) Uebrigevs scheinen im Zacharia Verse zu fehlen; dadtirch ist noch manche Einzelnheit unverständlich. Das Bild vom goldenen Leuchter mit sieben Lampen und sieben Güssen, mit zwei Oelbäumen neben dem Kanal (oder den beiden Kanälen) ist nicht vollständig. Ausgedeutet wird nur das Ganze: das; der Leuchter auS sich selbst Alles, Brenn- und Leuchtstoff, haben und kein« Hilfe von Außen brauchen wird (4, 5—6). Ferner die beiden Oelbäume (11—14: אלה שני בני היצהר). Aber die sieben Lampen, was sollen diese bedeuten? Ein Bruchstück davon scheint mir noch in V. 4, IS enthalten zu sein: שבעה אלה עיני ה׳ המה משוטטים בכל הארץ. Aber dann müßte eine Frage vorangsgangen sein: ואען ואומר מה שבעה הנחה אשר ..על המנורה שבעה ושבעה מוצקות אשר לנרות? Ebenso scheint mir zu V. 4, 7 מי אתה הר הגדול לפני זרובבל das Bild vom Berge und zu 8, 9 בי הנה האב( אשר נתתי לפני יהושע, das Bild vom Steine oder Felsen mit sieben Quellenösfnungen zu fehlen. Durch diese Lücken bleibt ד,4) תשאות חן חן לה) und 10) האבן הבדיל) unverständlich. Sonst sind die Zacharianischen Bilder verständlich, weil ihnen stets eine Deutung folgt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.