Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 6
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 283 (sequence 6)
- Language
- German
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Recensionen. 283 h en, festsein abgeleitet sei? Herr Fischer vereinigt diese entgegengesetzten Bedeutungen in diesem Worte (p. 4 n. 10). Wünscht man noch weitere Beispiele Fischer'scher Erklärungskünste? Dann lese man, was er (p. 1 n. 1) über אחוטר בעיביה sagt, das er übersetzt: quod perlinet ad Dzuter. Dann lese man die Anmerkung 89, S. 37, wo אטרונא von rd KCtqov abgeleitet und die Ausstoßung des K damit erklärt wird, daß die Juden das K in einem griechischen Worte für das כ similitudinis gehalten und darum fortgelassen haben. Dann vergleiche man, was er unter אבטינס sagt. Dies Wort, ein nomon pr., wie Herr Fischer selbst anerkennt, offenbar nichts Anderes wie EvDivoq (mit der nicht seltenen Umbiegung des ט in #) ist Herrn Fischer eines mit ßorävt], sodaß בי אכטינם die Familie Ev&vvog zur ״Familie Futterkraut" wird. Wünscht man weitere Beispiele Fischer'scher Ehrlichkeit? Dann lese man, was er über Sachs in der Vorrede sagt, und vergleiche, wie er dessen Werk in seinen Noten plündert. Dort (p. XII) sagt er von ihm: linguam Graecam cum talmudica non inepte cornparavifc. Hier benutzt er ihn in einer Weise, von der nur einige Pröbchen mitgetheilt werden sollen. Sachs' Beiträge I p. 63 f. Das Wort אבסקנטיה, aus dem Talmud Jeruschalmi von Mussafia nachgetragen, hat dieser durch דברים המורים על חלוק כבוד (Worte, welche Ehrerbietung ausdrückten, er scheint obsequentia zu meinen) keineswegs richtig erklärt. Es ist äßäöxavra, unberufen! — Fischer p. 10 nota. אבסקכטיה aßaöxävrwg adverbialiler idem quod aßadxavog über ab invidia Thal, (sic) hier. Avod. sar. c. 1. (sic) Mus. vero, qui cxplicat דברים ״ המורים על חלוק כבודres quae obseryantiam in aliquem indieant" vocabuhim pro lat. obsequentia habet. Wer verkennt hier den Plagiator? Wer erkennt hier nicht den Fuchs, der durch kleine Umänderungen, die natürlich Verschlechterungen sind, den Weg unkenntlich machen möchte, auf dem er gegangen ist? Wer erkennt nicht den täppischen Gesellen, welcher aus der, nach echter Gelehrten Art zweifelnd hingesiellten Vermuthung Sachs' ein unbezweifeltes Factum macht? Wer noch mehr Beispiele Fischer'scher Fingerfertigkeit sucht, vgl. p. 13 n. 32 mit Sachs das. II p. 183, p. 238 n. 94 mit Sachs das. 1 p. 108. Aber wir wollen den Leser nicht ermüden. Wem der