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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 6 · p. Seite 280

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1869-01-01
Page
Seite 280 (sequence 3)
Language
German
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280 Recensionen. Concurrent? Nichts weniger. Schönhake's Schrift ist prorsus aUa inckolo als Lewy^s Buch (p. XII); denn sie ist in hebr. Sprache abgefaßt und kann Herrn Fischer Lei seinen Kunden keinen Abbruch thun. Aber diese Aussetzungen treffen doch mehr den sittlichen Charakter des Herrn Fischer, als den Werth seines Wörterbuches. Auch ein gewöhnlicher Krämer kann ja wohl einmal gute Waare feil haben. Wie steht's mit Herrn Fischer's Waare? Den alten wackern Buxtorf wollen wir hier nicht in seinem Grabe stören. Er wäre selbst der letzte, der sein Werk noch für ausreichend halten würde, wenn er heute urtheilen sollte. Aber wie steht's mit Herrn Fischer's Zuthaten? Wie steht's mit seinen Kenntnissen, mit seiner Methode, mit seinen wissenschaftlichen Anschauungen und Leistungen? Nun, welcher Art diese sind, sollen einzelne Beispiele aus der Vorrede und den annatotis (!) erweisen. Am Eingänge schreckt ein Hymnus durch sein schauderhaftes Hebräisch den Eintretenden zurück. Wer vermöchte zu sagen, was folgende Worte bedeuten sollen: אן אביט ויי לא ילין אשא עין ואינו א0ק שחקים עבים רכוש אחת שאול עודר שבטו נגדי: Doch als Travestie von Ps. 139, 7 f. mag das hingehen. Was bedeutet aber? אחור וקדם שדי נפלאות הליכותיו בקדש Was bedeutet? עלזו• בני דבר ךצונו קדש גלד, כדה אונים לנו Hat Herr Fischer solche Verse zu dichten als Nedacteur seines Kladderadatsch gelernt? Dann rathen wir ihm, an den deutschen Versen seiner Collegen in Berlin zu lernen, wie man hebräische nicht machen darf. Doch nicht bloß herrliche hebräische Dichtungen schafft Herrn Fischers Genie, er entdeckt auch Verse, formgerechte aramäische Verse, wo man vor ihm nur nüchterne Prosa sah. Man rathe, wo? Im babylonischen Talmud, auf der acht und zwanzigsten Seite des Tractates Moed Katan finden sich einige unschuldige Worte, die hinreichen, um alle bestehenden Anschauungen über talmudische Prosa umzustoßen. Herr Fischer liest unb scaudirt (p. 27 nota 70) folgendermaßen: רהיט ונפל באוורי אמברא"יזיף יזיפתא. Nicht Spanier, nicht Mose Dara'i und nicht Dunasch b. Labrat haben die arabischen Versmaße (Herr Fischer spricht von griechischen) zu-

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