Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 18 (1869)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1869-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 4)
- Language
- German
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Recensionen. 139 emsige, unermüdliche, stets von Neuem aufgenommene Forschung nach solchen historisch bedeutsamen Localitäten. Höchst wichtig nicht bloß für die jüdische Geschichte, sondern für die Welthistorie — da die römische Geschichte eine rmiversalhistorische Tragweite hatte — ist die Ermittelung der Lage von B e 1 h a r, dem Schauplatz des Helden Barkochba's oder vielmehr eines heldenmütigen Volkes, an das sich eine tragische Katastrophe knüpft, und das lange Zeit den römischen Legionen Trotz geboten hat. Die verschiedensten Versuche, seine geographische Lage zu sixiren, sind bisher gescheitert oder gaben nicht die rechte Befriedigung. Verf. hat eine neue Conjectur darüber aufgestellt, die sich auf den ersten Blick vorteilhaft empfiehlt, und von der man wünschte, sie konnte zur unumstößlichen Gewißheit erhoben werden. Denn der von ihm vorgeschlagene geographische Punkt erscheint als der geeigneteste für die Lage Bethar's. Zur Orientirung über diese Lage haben wir nur zwei Anhaltspunkte: einerseits die Angabe des jerusalemischen Talmud, daß Bethar 40 römische Meilen (8 geographische) vom Meere entfernt war: אם חאמר שהיא כיחר) קרובה לים, והלא רחוקה מן הים ארבעים מיל) (j. Taanit p. 69 a., unrichtige Leseart in Midrasch Echa Rabbati p. 79 a.: ארבעה מיל), und andererseits die Bestimmung des Kirchenvaters Eusebius, daß es nicht sehr entfernt von Jerusalem gelegen hat: Brjd'&rjQ (Bcd'd'TjQ) nohq .... rwv cl€Q0&Xv{M0v ov ötpodqa 7toqqco dtecrzco&a (Kirchengesch. IV. 6). Aber wie viel Combinationen sind zwischen diesen zwei gegebenen Punkten möglich? Verf. identificirt mit einem gewissen Ton von Zuversichtlichkeit die ehemalige, zum Stamme Juda gehörige, an der Grenze von Phlistäa gelegene Stadt B e t - S ch e m e s ch mit Bethar. Seine Behauptung hat für den ersten Blick, wie schon gesagt, etwas Bestechendes (p. 118). ״Die Septuaginta giebt in der That Bet-Schemesch mit Bethar wieder, was sich vielleicht durch den späteren Namen dieses Ortes erklären läßt. Sie giebt den Vers II. Samuel 15, 24 so wieder: ״״Sieh da Zadok und alle Leviten mit ihm nahmen die Bundeslade des Heeren von Baithar und stellen sie hm"": acqcmreg rfv xtßonov .... and Bacdaq. Das Wort Baithar spielt ohne Zweifel auf die biblische Stelle (I. Sam. 6, 12) an, welche erzählt, daß die Bundeslade von Bet-Schemesch zurückgebracht wurde. Man findet noch an einer andern Stelle (I. Chronik 6, 39, Druckfehler für 59) statt Bet-Schemesch das Wort Bacd&rjQ. Wir sind auch auf das Wort Be&wq statt פלשתים gestoßen (1. Sam. 14, 47), und Bet-Schemesch findet sich gerade an