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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 3 · p. Seite 119

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 3
Article
Notizen zur Geographie Palästina's
Date
1869-01-01
Page
Seite 119 (sequence 3)
Language
German
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Moza. 119 vielleicht mag auch das ממצ״א des i. Talmuds Quelle bedeuten. Wäre die Annahme, daß in der Mischua מקור für מקום zu lesen sei, statthaft, dann hätte man keinen Grund, an der Identität Moza's und der Kolonia-Qnelle zu zweifeln, und R. Tanchuma, ein palästinensischer Gewährsmann der traditionellen Erklärung, wäre darüber gut orientirt gewesen. Demnach vergleicht Herzfeld (Gesch. d. Volkes Israel,' Th. IN., S. 122) unrichtig das Moza der Mischna mit dem in Jos. 18, 26 genannten המוצא — wofür weiter nichts als die Lantähnlichkeit spricht; die Lage des Letzteren scheint vielmehr viel nördlicher im Stamme Benjamin gewesen zu sein. Noch unrichtiger will Weiß (a. a. O.) dem Talmud einen Jrrthum aufbürden, indem er dem niischnischen מוצא die Bedeutung ״Clo ake", welche dasselbe Wort in dem Keri 2. Kön. 10, 27 hat, giebt und demgemäß das קלניא der tradit. Erklärung mit קילקלתא in Verbindung setzt, eine Ansicht, die nur durch eine völlige Verkennung des einfachen Wortsinnes entstehen konnte. Ja er will Nachweisen, daß unter קלניא die in der Nähe von Jerusalem gelegenen Aschenhügel zu verstehen seien, und stützt sich hierzu ans den Jrrthum eines Anderen.') *) In b. Joma 21 a. wird bemerkt, daß außer den Abot 5, 5 genannten zehn wunderbaren Dingen, die int Tempel zu Jerusalem vorkamen, auch noch das zu beachten sei, daß dort die Scherben irdener Gefäße auf der Stelle versanken: יהתני ר'שמעיה בקלנבו שברי כלי חרס נבלעין במקומן. Betreffs des Wortes :בקלוב bemerkt nun Wiesner (Ben-Chananja, Forschungen S. 173): קלנבו״ ist nicht der Name des Wohnortes R. Scheuiaja's, denn in diesem Falle müßte es heißen מקלנבו, sondern die Benennung des Platzes in der Nähe von Jerusalem, wohin Asche, Scherben u. dgl. aus dem Tempel geschafft wurden." In קלנבו, meint er, könne man daher die Aschenhügel erkennen; es sei wahrscheinlich der Calvarienberg. Für diese Ansicht zieht Weiß (a. a. O.) noch einen Beweis aus Lebaebim 98 a. heran, wo irdene Scherben für Mist erklärt werden, und einen Beleg aus unserer Stelle, wo קילקלתא —?לביא mit מוצא, das nach 2. Kön. a. 0. O. Mistplatz bedeutet, identificirt wird! In der That hat aber weder Wiesner noch Weiß die Stelle in Joma 1. c. kritisch geprüft. Die Leseart :בקלוב haben zwar auch Jalkut I., 490 e. und Scheeltot Nr. 137b.; allein Jechiel Heilprin (Seäer ha-vorot 8. V. ,שמעיר) stellt טקלגבו als die rccipirte ältere LA. hin: ר' שמעיה מקלנבו ובש״ם חרש כנוסחאות שמעיה בן אבטליו[ בקלגס נ״א)) und in Mot di R.

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