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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1869-01-01 · Heft 3 · p. Seite 108

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
18 (1869)
Issue
Heft 3
Article
Die Religionsdisputation des R. Jechiel von Paris 1240 am Hofe Ludwigs, des Heiligen, ihre Veranlassung und ihre Folgen
Date
1869-01-01
Page
Seite 108 (sequence 12)
Language
German
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103 Die Religionsdisputation des R. Jechiel von Paris 1240 am den an die Könige von Frankreich, England, Aragonien, Castilien, '> Leon, Navarra und Porrngal, in ivelchen mit denselben Worten, wie in den Briefen an die Erzbischöfe, darauf hingewiesen wird, daß, ״falls die Inden mit Recht angeklagt wären, keine genügende Strafe für ihr Verbrechen gefunden werden könnte. Sie hätten nämlich, 2) nicht zufrieden mit dem schriftlichen, göttlichen Gesetze, dieses fast ganz bei Seite geschoben und ein neues Eesetz, den Talmud, angenommen. Von diesenr geben sie vor, daß es ebenfalls von Gott Mose übergeben worden sei und sich in mündlicher Ueberlieferung forterhalten habe, bis die ״Weifen" oder ״Schreiber"2) es niedergeschrieben hätten. In diesem Buche seien nun so viele Mißbräuche und Schändlichkeiten enthalten, daß man sich scheuen müsse, sie zu referiren, und beim Hören derselben von Grauen erfaßt werde. Da dasselbe die Juden auch in ihrer Bosheit und Lasterhastigteit zähe erhalte, möchten die Könige die Confiscation unterstützen." Außerdem wurde unter dem 20. Juni den Franciskanern und Dominikanern zu Paris der Auftrag srtheilt, die Bücher zu verbrennen, falls die angegebenen Punkte in denselben gefunden würden. Alle diese Briefe überbrachte Nicolaus selbst dem Bischose von Paris, Wilhelm v. Auvergne, etwa im September 1239; denn diesem war in einem besonderen Schreiben die Weiterbeförderung aufgetragen worden. Nach den uns zugänglichen Quellen scheinen die meisten dieser Befehle, vorausgesetzt, daß sie an ihre Adressen gelangten, keine Beachtung gefunden zu haben. Von Aragonien läßt eine ') Da Castilien und Leon schon seit 1230 unter Ferdinand III. vereinigt waren, ist die lliwerbnndeiie Nebeneinanderstellung sehr auffallcub. s) Zweifelsohne sind das dieselben Worte, welche Dänin in seiner Anklageschrift gebraucht hat, und die seitdem stereotyp geworden sind. 3) »Sapientes« (חכמים) »aut scribas« (סופרים) Briefe Gregor's bei Qnetif und Eccard I. L

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