Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über die Authentie des Commentars Nachmani's zum Buche Job
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 451 (sequence 3)
- Language
- German
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des Commentars Nachmäni’s zurii Bache Job. 451 wundender schmerzlicherZweifel auf: so mancher Fromme kämpft mit Leiden und Ungemach, und gar mancher Böse blühet in der Freuden Fülle (צדיק ורע לו רשע וטיב לן)» wie stimmt dieses mit einer göttlichen Vorsehung? Dieser Zweifel hat schädliche Meinungen wachgerufen. Einige geben zu, Gott kenne alle Wesen, denn Allwissenheit ist eine Vollkommenheit und Gott ist der Inbegriff aller Vollkommenheiten, der Mensch jedoch ist zu geringe im Bedacht der Grösse Gottes, als dass die Vorsehung Gottes sich auf ihn erstrecke. Andere meinen, Gott, kenne nicht die anderen (irdischen) Wesen und daher sind sie dem Zufälle preisgegeben. — Auf diesen Zweifel und diese Meinungen haben die Propheten hingedeutet und er findet sich in ausgeprägten Worten Ps. 73, woselbst V. 12 den triumphirenden Bösen and V. 14 den leidenden Frommen hervorhebt. Der Verf. bemerkt fein, V. 11 איך ירע אל ויש רעה בעליון sei nicht blosser Parallelismus, der Parallelismus hat gewöhnlich in der zweiten Hälfte einen anderen Ausdruck für das Verbum der ersten Hälfte des Verses und man würde erwarten בינה oder Aehnlichesר vergl. Ps. 94, 7. Der Sinn sei aber, er kenne nicht die Zukunft, noch habe er Kenntniss von der Gegenwart•, also wie jene zweiteMeinung. — Der Psalmist bekennt V. 165. dass er keinen Ausweg findet, bis er in das Heiligthum Gottes kommt und gewahrt, das Ende des Bösen seiVernichtung, dasEnde des Frommen ein erfreuliches, dauerndes Verbleiben. Was jedoch unter diesem Ende zu verstehen sei, fährt der Verf.fort, hat derPsalmistinUngewissheit gelassen; vermeint er das irdische Ende, so ist dagegen einzuwenden, es gibt Böse, die das Leben freudig in hohem Alter schliessen und sich von reicher Nachkommenschaft umgeben sehen, während manche Frommen jung weggerafft werden und freuden- und kinderlos sterben. Oder ist das ״Ende" auf das Jenseits zu beziehen, so verbleibt die Frage, warum geniesst der Fromme nicht auch die Freuden des Diesseits und warum sind nicht auch die• dies׳ seitigen Freuden dem Bösen versagt? Das Buch Job hat zum Zwecke, über diese wichtige Frage Aufschluss zu geben. Dieses hat nach einer Meinung der Lebrer Moses zum Verfasser, und es wird diese Frage nach allen Richtungen erörtert. Welche eigentliche Antwort hierauf erfolgt, ergibt sich aus den Worten Elihu’s, es liegt hier ein tiefes Geheimniss (התורה NNDtz סור גדול) das nur denEingeweihten ver-