Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 11 · p. Seite 434

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 11
Article
[Rezension]
Date
1868-01-01
Page
Seite 434 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
98% known words query
IRI
…/2829132-2829360-2829372-2863993--11666-2864043
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

434 Recensionen und Anzeigen. dies e Ae usserung p assend mit der Entschuldigung Wolff’s darüber, dass er empirische Kenntnisse der Philosophie beigemischt habe. Es lässt sich nun leicht einsehen, dass wer mit solchen Ansichtten über den Werth seiner Wissenschaft an die Bearbeitung derselben geht, wie es bei Baumgarten der Fall war, nicht gerade befähigt ist, derselben einen höheren Aufschwung zu geben. Und in der That muss man Baumgarten’s Verdienst dahin beschränken, dass er es war, der zuerst die Aesthetik als geschlossene Wissenschaft hinstellte, die verschiedenen 1 heil6 derselben unter dem neuen, Alien gemeinsamen Namen vereinigte und dem so zu Stande gebrachten Ganzen seine Stelle im Systeme der philosophischen Wissenschaften anzuweisen bemüht war. Positive Leistungen auf diesem Gebiete lassen sich ihm wohl wenig nachrühmen. Unter den Nachfolgern und Fortsetzern Baumgartens ist es nun Moses Mendelssohn, welcher vor Allen die Theorie der schönen Künste am glücklichsten bearbeitete und ihre Grenzen nicht unbeträchtlich erweiterte. Das Verdienst unseres Verfassers ist es daher, zum ersten Male mit grösserer Energie daraufhingewiesen zu haben, dass auf diesem Gebiete der Schwerpunkt der ILtterarischen!Tätigkeit Moses Mendelssohn’s zu suchen sei. Es würde ein unnützes Unternehmen sein, wollten wir hier, dem Gange unseres Buches folgend, durch Auszüge aus demselben zu zeigen versuchen, wie der Verfasser seiner Aufgabe, Moses Mendelssohn’s Verdienste um die Aesthetik nachzuweisen, gerecht wird. Da der Verfasser den richtigen Weg einschlägt, durch Analyse der hierher gehörigen Schriften Mendelssohn’s und durch eine sich hieran knüpfende Besprechung der gewonnenen Resultate dem Leser ein klares Bild von der hohen Bedeutung Mendelssohn’s als Kunstphilosophen zu liefern, so würden wir weder dem Verfasser noch dem Leser einen Dienst damit erweisen, wenn wir über dieses Referat hier wiederum zu referiren versuchten. Wir müssen daher den Leser in dieser Beziehung auf das Buch selbst verweisen, können ihm aber zugleich die Versicherung mit auf den Weg geben, dass der Verf. es verstanden hat, durch eine frische und kräftige Darstellung seines Gegenstandes die Lectüre seiner Schrift zu einer ebenso angenehmen wie lehrreichen Beschäftigung zu machen. Wir wollen hier nur in gedrängter Weise auf diejenigen Resultate noch auf-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.