Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 10
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 391 bischofs von Magdeburg standen, auf weLchen wiederum der Bischof von Merseburg einen grossen Einfluss übte, die Ränke des Abram Esra fürchtete, der ihm durch seine Einwirkung auf den Bischof schaden konnte. (Siehe Jacob Weil GA. Nr. 149). Stattgefunden muss dieser Streit aber erst nach 1445 haben, da Weil GA. Nr. 148 sagt, dass es allgemein bekannt sei, dass der Bischof die Gefangenen weit eher würde haben befreien können, bevor die Herzoge das Land getheilt hatten, als nachdem die Theilung geschehen wäre. Nun fand aber die Landestheilung zwischen den Herzogen Friedrich und Wilhelm erst im Jahre 1445 statt, wie Galletti a. a. O. IV, 139 berichtet, aus welchem auch a. a. O. S. 146ff. zu ersehen ist, in welcher innigen Beziehung der Bischof von Merseburg zu dem Erzbischöfe von Magdeburg stand. Ob dieser David Zehner derselbe ist, welcher später die junge Schwägerin des R. Jacob Pollak geheirathet hat und welche Ehe letzterer wieder aufzulösen bestrebt war (cf. Graetz IX, 65), steht dahin. Was nun R. Selmelin aus Erfurt betrifft, so mag derselbe unter dem Namen ןלכ^ן oder ,שלמך oft genug in den verschiedenen Gutachten Vorkommen, ohne dass es sich nachweisen lasst. Dass er der eigentliche Rabbiner gewesen sei, während Weil sich nur Rabbiner der Chewra der Jünglinge nenne, ist eine unbegründete Vermuthung des Herrn Jar., die sich auf eine Stelle in Weil’s 41 § דינים stützt, wo derselbe sagt להנהגתי בבית הכנסת של הבחורים שלא לומר ענינו• Allein dies beweist nur, .dass Weil gewöhnlich die Synagoge (nicht Chewra) der □בהורי besuchte, unter denen aber nicht Jünglinge, sondern Talmudbeflissene zu verstehen sind, wie aus den GA. des R. Israel aus Brünn Nr, 118 deutlich zu ersehen ist. Dass R. Seimeliti dem Redakteur der Minhagim des Maharil Mittbeilungen in Betreff des letzteren gemacht und au diesen Anfragen gerichtet habe, wird daselbst הלכות לאש השנה mitgetheilt; auch wird er daselbst in הלבות שבלחות erwähnt. Zunz sagt in seiner Literaturgeschichte S. 493, dass Chajim Paltiel, von dein er nach Ritus 8. 22 glaubte, dass er in Böhmen gelebt, vermuthlich in Erfurt oder Magdeburg gewohnt habe, ohne dass ich anzugeben weiss, worauf wohl seine Vermuthung, dass derselbe in Erfurt seinen Wohnsitz batte und demnach liier ebenfalls erwähnt werden müsste, beruhen dürfte. Als