Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Zur talmudischen Geographie
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 383 (sequence 5)
- Language
- German
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Zur talmudischen Geographie. 38S führt, welcher in zwei ununterbrochenen parallelen Kämmen die Breite Africa’s von Habesch bis zum Senegal durchzieht, ist der Naine des ״Mondgebirges44 in die geographische Literatur eingebürgert. Die zahlreichen arabischen Geographen, die den Ptolemäus benutzten oder übersetzten, nennen dieses Gebirge , was in der Regel auch mit Mondgebirge übersetzt wurde. Diese Berge, die in der Vorstellung der Alten als umgeheure, untibersteigliche Bergkette galten, sind auch der jüdischen Alexandersage bekannt und finden sich an einigen Stellen im Talmud und Midrasch unter dem Namen הרי חשך »Gie Berge der Finsterniss‘4 oder ״die dunklen (schwarzen) Berge44. Gehen wir an die einzelnen Stellen! In ziemlicher Liebereinstimmung erzählen T. jer. Tr. Baba mez. II, 5 (Livorno 6a) und Midr. rabba Genes. 8. 33 die hekannte Sage von dem Zuge Alexander’s, des Makedoniens, nach Libyen (2?(אפריקי" dem Könige von יקציא der hinter den ״Bergen der Finsterniss44 sein Reich hatte: אלכסנדרלס הקדל[ א[ל להלכי קציא לאהלרי הרי חשך לכל,. Die durchschossenen Worte sind im jer. Talm. ausgefallen, doch Jalkut zuPs.36,7 der die Stelle aus dem Jer. citirt, hat die Worte: ילבחר הרי השך Dieselben Worte finden sich auch im Tanchuma zu Levit. אהלר ,D, und im Levit. Rabba 8. 27 in gleicher Fassung, obwohl hier eine andere Erzählung mit diesem Zuge in Verbindung gebracht wird. Im 6. Tainid 32a heisst es sogar sehr bezeichnend: אכןףל ״ ליה (לאלכס׳), לא ב5צית אולת, רססקי הרי חשךvi vermagst dahin nicht zu ziehen, denn ,die Berge der Finsterniss4 liegen dazwischen h‘ Soviel leuchtet ein und steht fest, dass unter dem Riesengebirge deiTVolkssage, tief’ im Innern von Africa, da wo gleichsain kein Ausgang mehr ist, ״den Bergen der Finsterniss44 nichts Anderes zu verstehen ist, als ״das Mondgebirge44 des Ptolemäus und der späteren Araber. Jedoch wie stimmt der Name dieser Berge mit ihrer Benennung bei Ptolemäus?! Allein man darf nicht vergessen, dass es schon eine alte Streitfrage ist, ob denn auch der ogog 6elr!vr1g die richtige Uebersetzung des ursprünglichen einheimischen Bergmannes sei, und ob andererseits der Jj der Araber mit ״Mondgebirge44 zu übersetzen und zu erklären sei? Denn gerade die dieser Uebersetzung entsprechende Lese-