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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 10 · p. Seite 381

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 10
Article
Zur talmudischen Geographie
Date
1868-01-01
Page
Seite 381 (sequence 3)
Language
German
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Zur talmudischen Geographie. 381 machen, der Esprit der Juden dagegen gab dem fremden Worte eine Form, die auch in der eigenen Sprache gleichen Sinn und ähnliche Bedeutung hatte. Besonders die chaldäisch redenden Juden hatten in der lautlich und begrifflich ähnlichen Umgestaltung von Fremdwörtern eine besondere Virtuosität, und es ist nicht immer leicht, in solchen Fällen die Pointe herauszufinden, da die Transformirung einmal inehr, das andere Mal weniger glücklich war. So wurde ja Airya in |אויר יף zerlegt, so wurden אפיקרס, בית גליא, אפותקי u. m. A. in der witzigsten Seite 80 erklärt, als wären sie chaldäisch: statt vnoQ'rpiri sagte man ,,es bleibe da", statt Epiktiräer erklärte man ״Freigeist", statt Tempel der Aglaja irgend ein Ort der Schmach4). Zudem ist unsere, jetzt gewöhnliche Schreibweise, nämlich Himälaya, keineswegs genau und correct. Das עילאי gibt jedenfalls den zweiten Theil des Fremdnamens wieder. Stände מי עילאי, so wäre damit das indische Wort vollkommen gegeben: und es ist in der That wahrscheinlich, dass es Anfangs so gelautet, und mit dem לבי welches als Ortsbezeichnung viel gebraucht wurde (s. Buxtorf, Levy v. בי) nur vertauscht wurde. III. Das asiatische Khüsch (Aethiopien). Im 1. Verse des Buches Esther, dessen Authenticität man heute geradezu für unanfechtbar erklären darf, werden als die äussersten Grenzen des Reiches des A hasch wem 8 ch die Länder Hodti und Khüsch angegeben. Zwei Amoräer sollen über die Lage dieser 2 Länder entgegengesetzter Ansicht gewesen sein. Im b. Megilla 11a wird hierüber berichtet: רב ושמואל! הד אמר הורו בסוף העולם וכוש בסוף העולם, והר אמר הודו וכוש גבי הררי הוי קיימי: כשם שמלך מהודו וער כוש כך מלג מסוף העולם ער □ופו► Rfcb erklärte jedes der beiden Länder als die beiden äussersten Gegenden der Erde, während Schemuel behauptete, 110du und Khüsch lägen neben einander und es soll mit der Anführung dieser 2 Grenzländer gesagt sein, dass die äussersten und entferntesten der 127 Provinzen des grossen Reiches gerade so (fest und stark) regiert wurden, wie etwa Hodu und Khüsch, 4) Auch heute werden noch Fremdwörter in solcher Weise ins Hebräische eingeführt דלוג רב (Telegraph , פרטי כל (Protokoll), בית עקד (Akademie) schon bei de Rossi.

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