Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Notizen zur Geographie Palästina's
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 5)
- Language
- German
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Notizen zur Geographie Palästina’s. 377 Auch der See von Emesa wird im Anhänge zu sämmtlichen Recensionen ausser zu E genannt und die Angabe, dass Diocletian, der doch bekanntlich in Paneas sich einige Zeit aufhielt (6er. r. c. 63), ihn durch künstliche Hineinleitung mehrerer Flüsse in ein Becken geschaffen habe, ist gewiss unverfanglich und historisch glaubwürdig. Der See ist noch jetzt unter dem Namen Bachr-Chams oder Bachr-Kadisa bekannt (Schwarz, d. heil. Land S. 21). II. C 0 c h a b a. Herr K. (Kirchheiin) bemerkt in einer Note zu Schwarz das heil. Land 8. 133, dass in Pesikta rabbati c. 16 ein Ort Cochaba angeführt ist שאלני ד דוסתאי אהד מן כוכבה . Die Opposition fehlt in den Parallelstellen Bamidbar rab. c. 21, TanchumaPinchas ed. Stettin Nr. 13, Jalkut II, 950; nur in Midrasch Mischle c. 13 findet sich die LA. אחד מבי ישבאב• Man kann die Ortsangabe nicht ohne Weiteres für einen corrupten Zusatz erklären, wie Herr K. gethan hat; es ist vielmehr anzunehmen, dass die Originalstellen sie noch bewahrten und erst die Secundairquellen sie ausliessen. Ob ,כוכבר oder בי ישבאד die richtige LA. ist, fasst sich nicht mehr entscheiden; es handelt sich nur darum ob sich Ortschaften dieses Namens anderswoher nachweisen lassen. Herr K. meint, dass Cochaba mit Bet-Schemesch in Isacliar, welches später Kaukab ־ el-Chama hiess, identisch ist; es ist jedoch kaum anz.une.hmen, dass der biblische Name von der Hälfte eines viel später aufgekommenen arabischen Namens verdrängt wurde und der Ort den Juden nur unter dem letzteren bekannt war. Man könnte an xaßa denken, welches Judit 4, 4 und 15, 4 genannt ist und in der Nähe von Jericho lag, und der Umstand, dass ein Chobaa (al. Kaukaba) bei Eusebius onom. 8. v. als Hauptsitz der Ebioniten bezeichnet wird, böte dieser Vermuthung eine Stütze, allein dessungeachtet wäre dieselbe noch wenig begründet, da die syrische Uebersetzung des Buches Judit an der ersten Stelle;2פ0כ schreibt, wofür Lagarde aus einem Walter'sehen Codex sogar;פכפ anmerkt und ein Cochaba mit ganz bestimmter Lage sich nachweisen lässt. Nach Epiphanius haer. 30, 18 lag ein Cochaba in der Nähe von Edrei Ko%ccßcov h tij Ba6avir181 yij e1t£K£1vu ’Adycccov; denselben Ort versetzt er ib. 40, 1 nach Arabien, d. i. in das jenseits des Jordans Frankel, Monatsschrift. XVII. 10. 29