Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Jacob Margoles, Rabbiner zu Regensburg und dessen gleichnamige Amtsgenossen
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 349 (sequence 5)
- Language
- German
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Analekten. 349 Jacob Margoles in den zeitgenössischen Gutachten unter der blossen Bezeichnung מהר״ר יעקב Ermahnung geschehen mag, ist schwer zu ermitteln, iudess scheint es mir, dass er es wohl ist, an den R. Moses Minz sein GA. N1*. 107 unter der Bezeichming להשיש ודיאללף מהר״ר יעקב richtet und den Joseph Kolon ga. Nr. 79 ידידו.הישיש מהר״ר יעקב יצ״ל nennt. Von den näheren Lebensumständen beider Margoles ist wenig bekannt, auch beider Todesjahr ist nicht mehr genau zu ermitteln und nur in Betreff des Nürnberger wissen wir aus dem GA. des R. Jehuda Minz Nr. 13, dass derselbe 1492 bereits verstorben war, da das in diesem GA. erwähnte Faktum, wie auch noch anderweitig bestätigt wird (cfr. Grätz, 9 Noten, 8. HI) im Jahre רנ״ב (wie es in der Editio Venedig richtig heisst, während in der Editio Salonichi durch Druckfehler רצ״ב steht) stattfand und dabei R. Jacob Margoles schon mit dem Zusätze ן״ל bezeichnet wird und auch daselbst von seinem Grabe die Rede ist. Dass beide berühmte Männer eine grosse Anzahl von vSchülern hatten, lasst sich voraussetzen; ob aber Jacob Pollak ein Schüler des Nürnberger Margoles war, wie Grätz 9, 63 und 65 unter Berufung auf das gedachte GA. Nr. 13 des R. Jehuda Minz mit Sicherheit behauptet, steht eben noch dahin, da R. Jehuda Minz, der a. a. O. Jacob Pollak wegen seines respects« widrigen Benehmens gegen Margoles tadelt, nur vermuthet, dass derselbe des letzteren Schüler war, wie aus den Worten כי מתוך כתבו של הגאון (ר״י מרגלית) ניכר מתוך הנקודות אס יש אם למסורת שתלמיד של הגאון היה - ... ואף אס לא היה תלמידו לא היה לו להמרות בגריל החד deutlich zu ersehen ist. Dagegen wird im Maharil {Hilch. ערב י/,כ) der p) 218 ההר״ן Schüler des Jacob Margoles genannt, mit welchem aber sicher nicht, wie Hock in seinen Annotationen zu Gal Ed. Nr. 18 vermuthet5 der 1550 in Prag verstorbene Schulrector Selkelin, sondern vielmehr der im Maharil a. a. O. etwas später nochmals erwähnte EL. Salomon Kitzingen, der Freund Joseph Kolons, gemeint ist und die Bezeichnung כלהר״ן לק ist nur Druckfehler für מהרן״ק* Von dem Regensburger Margoles erfahren wir ausserdem durch Antonius Margaritha a. a. O. 8. 110 und 177, dass er in Regensbürg noch einen Sohn, welcher ein guter ״Musieus" und vielleicht auch Vorbeter war und in Prag noch Verwandte gehabt, so dass sich vermuthen lässt, dass der daselbst wohl im 69. Jahre