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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 9 · p. Seite 350

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 9
Article
Jacob Margoles, Rabbiner zu Regensburg und dessen gleichnamige Amtsgenossen
Date
1868-01-01
Page
Seite 350 (sequence 6)
Language
German
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350 Analekten. verstorbene Jizchak Eisak Margoles, welcher nach Juchasin ed. Cracau 164b gemeinschaftlich mit R. Jacob Pollak das Rabbinat in Prag verwaltete und zu seines Vaters Jacob Margoles סדר גטין ein Vorwort schrieb, ein Sohn des Margoles zu Regensburg (nicht aber zu Worms, wie Hock a. a. O. zu Nr. 76 Zunz irrig nachschreibt) war. Ein dritter Jacob Margoles, wenn derselbe nicht etwa mit dem Nürnberger identisch ist, lebte in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts in Ulm und richtete an R> Moses Minz (siehe dessen GA. Nr. 73) eine Anfrage, bei der er sich יעקב מרמוגדא מרגלית unterzeichnet. Derselbe muss ein tüchtiger Talmudist gewesen sein, da ihn R. Moses Minz in seiner Antwort מרגניתא דלית ביה טימי מה״רר יעקב nennt, lebte, wie aus dem gedachten Gutachten zu ersehen ist, gleichzeitig mit R. Ascher Enschen in Ulm, scheint aber nicht zu dem Rabbinatscollegium daselbst gehört zu haben, da er das כתב השיבעת כתובה aus dem Jahre 1465, welches in dem סדר חליצה hinter den GA. des R. Jehuda Minz mitgetheilt ist, nicht mit unterzeichnet hat. Derselbe R. Jacob Margoles in Ulm wird auch mehrfach in dem GA. Nr. 74 des R. Moses Minz genannt, wie S. 105d, 106 b, 107 d, 108 b und 112d, woraus hervorgeht, dass er sich auch einige Zeit in Woerd bei Nürnberg aufgehalten und sich mit שדכנות beschäftigt hat. Endlich erwähnt noch R. Moses Minz (siehe dessen GA. Nr. 114) im Jahre 1474 zur Zeit als er sich in Posen aufhielt, eines R. Jacob Margoles in Lucca4), welcher daselbst bei der 4) לוקו oder לוקא (bei Moses Minz Nr. 43) ist Lucca (vgl. Zunz im Benjamin von Tudela ed. Asher II., 16) und nicht Luck, wie es in Frankel’s Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums 1846, 387 heisst, wo überhaupt mancherlei zu berichtigen ist. So hielt sich R. Moses Minz nicht im Jahre 'רד (welches übrigens dem Jahre 1444 entspräche und nicht 1404, wie daselbst als Druckfehler steht), sondern im Jahre רדל' לפ״ק d. h. 1474, wie a. a. O. deutlich zu ersehen ist, in Posen auf, und dass die Stelle nicht die einzige ist, in der R. Moses Minz von seinem Aufenthalte in Posen spricht, zeigt sein GA. Nr. 109 unweit des Schlusses, wo er sagt, er habe jenen סדר .הכתובה והנישואין festgestellt•, als er noch in Deutschland und zwar in Bamberg gewesen, nachdem er aber später nach Polen und zwar

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