Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 9 · p. Seite 347

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 9
Article
Jacob Margoles, Rabbiner zu Regensburg und dessen gleichnamige Amtsgenossen
Date
1868-01-01
Page
Seite 347 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829360-2829370-2863846--11535-2863890
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Analekten. 347 dieselbe Person, da, wie wir gesehen, der mit Reuchlin correspondirende Rabbiner der zu Regensburg war, während unter dem Rabbiner, der bei Jacob Weil eine Anfrage machte (cfr. dessen דינים Nr. 33), in dem Streite gegen Moses Kapsali für diesen Partei ergriff und der, den Joseph Kolon in seinem Gutachten Nr. 26 מופלה בחכמה ובזקנה איש אלקים קרוש הוא ר״ג הרב הגדול מה״רר יעקב מרגלית nennt, wie ihn r. Jehuda Minz*) als גדול הרור צריק והסיר bezeichnet, sicher der zu Nürnberg verstanden wird. Zweifelhaft dagegen könnte es schon sein, ob nicht der ebenfalls von Kolon GA. Nr. 168, in welchem die- 8er gegen das von R. Israel Brünn gegen einen gewissen Salmoni (vergl. Grätz 8, 275) beobachtete feindliche 'Verfahren ankämpft, erwähnte Margoles wiederum der Regensburger sei, weil in demselben GA. der damals in Nürnberg fungirende Rabbiner r. Tewel הרב הגדול בחכמה ובזקנה וביראת שמיס מהר״ר טעביל זצ״ו, Margoles dagegen nur מנורת המאור האלוף מה״רי מרגלית יצ״ו genannt wird, allein mir ist es doch wahr* scheinlich, dass auch hier wiederum der Nürnberger Margoles gemeint ist, da aus anderen Stellen hervorgeht, dass R. Tewel, weicher, wie ich bald nachweisen werde, mit R. David Sprintz eine und dieselbe Person ist, gleichzeitig mit R. Jacob Margoles in Nürnberg lebte, dagegen vermuthlich viel älter als dieser war und das Rabbinat in Nürnberg inne hatte zur Zeit als letzterer wohl nur als Dajan daselbst fungirte. Von den vielen Belegstellen, aus denen die Identität des R. David Sprintz mit R. Tewel oder auch יכלהר#,ט wie er häufig abgekürzt genannt wird erhellt, mögen hier drei angeführt werden. Wie in Regensbürg von Seiten des R. Anschel dem R. Israel Brünn bei dessen Niederlassung daselbst die Erlaubniss, dort rabbinische Funktionen auszuüben, streitig gemacht wurde, so erhob später in Nürnberg, als sich R. David Frank, ein Verwandter des R. Israel *) Dass dieser Name Minz und nicht Menz in Beziehung auf Mainz zu schreiben ist, wie zuerst Wolf in seiner bibl. hebr, III. Nr. 751 und später Grätz 8, 436 annahm, glaube ich im Ben Chananja 1864, 871 und in meinem Aufsatze über die Geschichte der Jaden im Eisass im dritten Jahrgange der Achawa unwiderleglich nachgewiesen zu haben.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.