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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 9 · p. Seite 346

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 9
Article
Jacob Margoles, Rabbiner zu Regensburg und dessen gleichnamige Amtsgenossen
Date
1868-01-01
Page
Seite 346 (sequence 2)
Language
German
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346 Analekten. Wann die Verwendung des R. Jacob Margoles für die Ge• fangen6n in Regensburg stattfand, gibt Antonius Margaritha freilich nicht an, allein sie muss zwischen 1499 und 1512 stattgefunden haben, denn, wie Gemeiner in seiner Regensburger Chronik IV, 30 mittheilt, wurde Rohrbeck oder, wie er sich von jener Zeit an schrieb, Siegmund von Rohrbach 1499 als Reichshauptmann in Eid und Pflicht genommen und blieb in diesem Amte bis zu seinem im Jahre 1512 erfolgten Tode (cf. denselben a. a. O. 8. 182). Nach einer anderen Angabe Gemeiners (a. a. O. S. 118), nach welcher sich Rohrbach noch 1507 der Juden Regensburgs sehr annahm, könnte man sogar vermuthen, dass das von Margaritha berichtete Factum, bei welchem der Hauptmann so hart gegen die Juden auftrat, erst zwischen 1507 und 1512 stattfand. Aus den bisherigen Erörterungen geht nun unzweifelhaft hervor, dass die beiden gleichnamigen Rabbiner Jacob Margo- 168, von denen der eine seinen Sitz in Nürnberg, doch schwerlieh schon 1476, wie Grätz B. 8, 8. 280 annimmt, wo wahrscheinlieh noch R. David Sprintz, auch R. Tewel genannt (siehe weiter unten), daselbst das Rabbinat bekleidete, der andere dagegen in Regensburg hatte, gar wohl von einander zu unterscheiden sind, und bedarf es demnach überall, wo eines Jacob Margoles aus dem fünfzehnten Jahrhundert Erwähnung geschieht, noch erst der Untersuchung, ob damit dkr zu Nürnberg, in Beziehung auf welchen Kaiser Friedrich III. die Brüder Abraham und Salomon zu Ulin im Jahre 1487 dahin privilegirte, dass sie nur vor ihm oder dem Hochmeister zu Nördlingen belangt werden sollen2), oder der zu Regensburg gemeint sei. Welcher von Beiden Verfasser der ליקוטים und des סדר גטי[ וחליצרן (siehe jedoch weiter unten) gewesen oder ob die zwei genannten Werke verschiedenen Verfassern angehören, muss vorläufig unentschieden bleiben, keinesweges aber war, wie Zunz: Zur Geschichte 8. 106 meint, — dem Hock in seinen Adnotationen zu Gal Ed. 8. 41 ohne Quellenangabe nachschreibt und was auch D. Cassel zu Kore haddoroth 27b nicht merkt — der Margaliot, welcher mit Jacob Weil, Joseph Kolon und Reuchlin correspondirte, eine und *) Siehe meine Regesten S. 93 Nr. 126.

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