Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 9 · p. Seite 341

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 9
Article
Notizen zur Geographie Palästina's
Date
1868-01-01
Page
Seite 341 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2829132-2829360-2829370-2863845--11528-2863884
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

341 Notizen zur Geographie Palästinas. Wer auf den Berg Jeschimon (Asamon?) steigt und eine siebartige Vertiefung im See von Tiberias entdeckt, der wisse, dass dies der Mirjamsbrunnen sei. R. Jochanan sprach: Die Rabbinen haben ermessen, dass er genau dem mittleren Thore der alten Synagoge von Serumjin (Sirin?) gegenüberliegt.“ Vgl. Wajikra Rab. c. 22 und Koh. r. zu Koh. 5, 7 wo דטבליא für דסרונגין steht, in Bamidbar R. c. 19 heisst es: ונשקסה על סני הישימון זה באר שבאה עמהן ער שנכנסה לתוך ימה של טבריה והרואה על פני הישימון .רואה בתוך הים במלא תנור והיא הבאר vgi. Tauchuma Chukkat c. 22 und Jalkut I, 764; mit Bezug auf den Mirjamsbrunnen heisst es wol auch Bereschit rab. c. 5 כמלא פי כברה קטנה היתה בה וכל ישראל עומרין בה• Der babylonische Talmud lässt den Mirjamsbrunnen im Mittelmeere und im Gesichtskreise des Karmel liegen, vgl. Sabbat 35 a א״ר חייא הרוצה לראות בארה של מרים יעלה לראש הכרמל ויצפה ויראה כמין כברה בים וזו היא בארה של מרים אמר רב מעין המיטלטל טהור וזו היא בארה של מרים vergl. noch Sifre ed. Friedmann II, 306 und Taanit 9 a. Nach einem weiteren Bericht war der Mirjamsbrunnen tief gelegen und stand mit den Heilquellen in Verbindung, so dass Badende leicht hineingerathen konnten, aber ohne Gefahr, ja noch mehr gekräftigt aus demselben wieder herauskamen, vgl. Wajikra Rab. 1. c.; Bamidbar Rab. c. 18, Tanchuma Chukkat c. 1 מעשה במלכה שחין (בשיחין •1«) אחר שירר לטבול בטבריא וארע' שעתא וטבע ״ לבירא המרים ואסהי ואתסיk!n Aussätziger ging einst nach Tiberias baden, doch der Zufall wollte es, dass er in den Mirjamsbrunnen sank, dort badete und geheilt wurde״). Von der *) ואתסי ist hier =ואתאסי, wie im Aramäischen das Aleph der quiescentia lit. א in manchen Verbalformen wegfällt, so lautet z. B. das Partie, von אסי auch מסי für מאסי; dies führt auf das Verständniss einer sehr schwierigen, bisher verschieden, aber unrichtig erklärten Stelle des Midrasch. In Schemot rabba c. 42 wird nämlich das מ0כה (Exod. 32, 8) verschiedentlich gedeutet. Neben anderen bemerkt nun R. isak darüber לשון סרדיוטון הוא מסכה אמר הקב״ה כך אני מרפא אותן ״ שנא' עשו להם עגל מסכהdas ist ein Sardioton-Ausdruck, Massecha, so heile ich sie, wie es heisst, sie haben sich das Gussbild eines Kalbes gemacht“. R. Ben Kohen meint, der Agadist habe מסכה mit נסיך in Verbindung gebracht und סרדיוט sei — שר ההדיוטים ein Fürst der Gemeinen, der Sinn wäre demnach, sie hätten das Kalb nicht als den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.