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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 9 · p. Seite 340

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 9
Article
Notizen zur Geographie Palästina's
Date
1868-01-01
Page
Seite 340 (sequence 5)
Language
German
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340 Notizen zur Geographie Palästina^. und bei arabischen Schriftstellern (Bachr et-Tiberieh); fraXdaa'ri TißsQiadog־ heisst er auch später noch in Vita 8. Sabal bei Coteler, monumenta ecclesiae graecae II, 240. Hieronymus identificirt das alte Chineret mit dem späteren Tiberias (Onomästicon 8. v. und ep. 129 Cinnereth quae nunc Tyberias appellatur), was von den Neueren mit Recht bestritten wird (vgl. Winer a. a. O. II, 620). Er hat aber wahrscheinlich eine ähnliche Tradition von den jüdischen Lehrern, mit denen er Umgang pflegte, gehört und nur den See oder vielmehr die Seeküste mit der Stadt verwechselt, ln Ber. R. c. 98 sagt R. Berechja: כל הוף ים של טבריה נקרא כנרת ולמה הוא קורא גנוסר ״ •רבנן אכזרי גני שרי□Die ganze Rüste des Tiberias-See’s heisst Chineret und der Name Ganesar bedeutet nach der Erklärung der Rabbinen soviel als gane-sarim (Fürstengärten) (vgl. Megilla 6a). Nach j. Erubin 8, 8 war der See ganz von Bergen umgeben לים טיבריה הרים בזקיסין ארחה und damit stimmen auch die Be- Schreibungen der Reisenden überein. ״Seine Ufer werden von steilen, nur durch wenige Schluchten unterbrochenen Bergen .... begrenzt . . . . v. Schubert rühmt die malerisch schöne Form der jäh abstürzenden Berge (Winer a. a. O. I. 8. 407). Die Wasserfülle dieses Sees war sprichwörtlich Ber. R. c. 78 כל מי שהוא יודע כמה ניסוכים נסך אבינו יעקב בבית אל יורע לחשב לאת מי טבריה doch vermischten sich seine Fluthen nicht mit denen des durchfliessenden Jordans הרי[ יררנא עבר ביהא דטבריא ולא מתערב ביה (Ber. R. c. 4, nicht 2, wie es bei Schwarz Tebuot ha-Arez S. 30 und darnach das heil. Land S. 25 heisst). Durch die Sage berühmt war ein Strudel in der Nähe der Küste, der Mirjamsbrunnen, der nach der Schwester Mosis, Mirjam, so benannt wurde; man glaubte, dass dieser Brunnen den Israeliten in der Wüste Wasser geliefert, sich mit ihnen unterirdisch fortgewälzt und als sie in Palästina ansässig wurden, im Tiberias-See seinen bleibenden Platz gefunden habe. so heisst es j. Kiiajim 9,4 כתיב הנשקסה על פני הישימון א״ר חייא בריא (- כר אבא) כל מי שהוא עולה להר ישימון ומצא כמין כברה בים טבריה זו היא בורה של מרים א״ר יוחנן שערונה רבנן .והא היא מכוונה כל קבל תרעא מציעיא רכנישתא עתיקתא רסרונגין ״Es heisst: die hinausschaut in das Jeschimon: (Num. 21, 20).

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