Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Erwiderung nebst Berichtigung einiger Stellen im Sefer hajaschar des R. Tam
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 273 (sequence 4)
- Language
- German
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Analekten. 273 gleichen zu denken״; St. muss demnach in den Schlussworten ebenfalls eine Andeutung auf einen Unfall des Raschbam gefunden haben und dass letzterer gar manchen Tag in Kummer und Sorge verlebt haben muss, scheint mir auch aus dessen Worten וצורנו ישקיט לכל עכלו מימי רע hervorzugehen, die er an R. Elieser ben Natan richtet (siehe 146 רא״בןc). Es scheint übrigens fast, als habe Herr B. die Unrichtigkeit seiner Behauptung selbst eingesehen, da er zuerst von solchen Wendungen bei R. Tarn am Schlüsse eines jeden Bescheides spricht, dieselben aber dann nur häufig und nicht immer wiederkehren lässt und würde er wohl gethan haben, wenn er auch nur einige dergleieben, wie sie hier nach seiner Auffassung Vorkommen sollen, an anderen Orten nachgewiesen hätte, da mir nur Wendungen bekannt sind, in welchen R. Tarn Denen, an die er seine Bescheide richtet, das beste Wohlergehen wünscht, nicht aber solche, die einfach mit צור ישראל יזכרנו לחיים schliessen. In Betreff* der anderen Behauptung des D1\ B. aber, dass bei den Worten כי בקאס ישנו עומד an einen Ortsnamen gedacht werden müs s e, habe ich nur zu bemerken, dass in diesem Falle R. Tarn wohl einfach כי בקא□ הלא oder כי הלך לקאם gesagt haben würde und wenn Herr B. zur Erhärtung seiner Ansicht eine andere Stelle im Sef. hajaschar § 595 anführt, wo sich die ähnliche Ausdrucksweise כי באלצורה היה עומר findet, so beweist diese Stelle gar nichts, da dort von einem Scheidebriefe die Rede ist, den ein früher in Auxerre und später in Joigny wohnender Mann seiner Frau geben wollte; in Scheidebriefen aber musste bekanntlich die einmal feststehende Ausdrucksweise innegehalten werden, weil es nicht gestattet war, an dem מטבע שטבעו חכמים בגטין etwas zu ändern. Die eben erwähnte Stelle im Sefer hajascliar gibt mir die willkommene Gelegenheit, nach dem Beispiele Luzzatto’s, weleher durch die Mittheilung mehrerer Gutachten des R. Tarn im siebenten Bande des Kerem Cheined 8. 19ff. vielfach zur Berichtigung des Textes im Sef. haj. beigetragen hat, einzelne Paragraphen in dem leider durch Benutzung einer höchst mangelhaften Handschrift wie durch fehlerhaften Druck so sehr corrumpirten Werke zu berichtigen und bin ich überzeugt, dass, wenn der Verfasser unseres Buches nur im Entferntesten hätte ahnen können, dass sein Werk jemals in solcher Gestalt er- Frankel Monatsschrift. XVII. 7. 21