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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 7 · p. Seite 269

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 7
Article
Zur talmudischen Georaphie
Date
1868-01-01
Page
Seite 269 (sequence 6)
Language
German
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Zur talm irdischen Geographie. 2G9 gang der Sonne im Osten ein Beweis ist, dass die Doxa, Sehechina, im Westen throne. Nun will er nebst dem biblischen Argumente auch ein profanes anführen, dass der Name Airya für die Länder gegen Sonnenaufgang ebenfalls als ein Zeugniss dafür gelten kann, dass שכינה במערב > denn die Pracht und Herrlichkeit von Airya, dem Lichtlande und der göttlichen Atmo- Sphäre als Reflex und Ausstrahlung derSchechnia dient eben nur dazu, um im Vereine mit der Sonne dem Weltenheer ihre Huldigung darzubringen. Bekanntlich wird Iran im Gegensatz zu Turan das ״LichtLand" genannt und als Schöpfung und Reich des Ormuzd gepriesen. R. Abuhu benutzte gerade diese zoroasterische Vorstellung, wie R. Jehuda gegen Antonmus, um das Gegentheil zu beweisen, nämlich: der Awir-jah der Läader des Sonnenaufganges vereinigt mit dem Himmelsheere beugen sich gegen Westen vor ihrem Schöpfer, weil daselbst die Schechnia thront. Jedenfalls ist die Etymologie אליל יךן oder besser pp לאלר göttliches Licht von אלריא Airya — dem Osten Asiens — viel entsprechender, als nach der Vermuthung, dass Oriah Westen bedeute. Denn es ist nicht nur völlig unbegründet, sondern auch gänzlich falsch, dass im Abendlande und überhaupt im Westen ein pp אליף eine göttliche, reine und milde Luft herrsche. Der Awir-jah ist den östlichen und nicht den westlichen Ländern eigen) Höchst wahrscheinlich ist auch das Epitheton בר ,בר אריא אלריא oder 8) אלריאן , איריא. Dikduke Soferim von Rabbinowicz 8. 54 und am Schlüsse bei den ״Errata" und R. Jesaia Pick zu Berachoth 12a über die verschiedenen Lesarten), welches dem R. Joseph, dem Sohne desR. Josua b. Lewi, (Joma78a) dem R. Chija, dem Sohne Rah's (Aboda Sara 31b) und dem R. Jizchak, dem Sohne des Rabba bar Chana beigelegt wurde, aus Airya hervorgegangen, da wahrscheinlich diese drei Genannten eine längere Zeit in Iran waren und sich dadurch diesen Beinamen ״der Arier" erworben haben. Es könnte auch sein, dass אףיא arja ״Herr, edel" bedeute und dass darum die Genannten, als Söhne der ausgezeichnetsten Ammoraim, בר אריא benannt wurden, d. h. ״Sohn des Edlen". Rapoports Meinung (Biographie des R. Nathan S. 23, Amn. 6), dass בר אלריא gleichbedeutend sei mit ״Sohn des Westens", weil Rab und Raba b. Chana von Palästina nach Babylonien übersiedelten, findet

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