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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 4 · p. Seite 156

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1868-01-01
Page
Seite 156 (sequence 5)
Language
German
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Recensioncn und Anzeigen. 156 sieh/erhoben, so* richtete sieh auch der Talmud wieder auf: schon im, Jahre 1559 begann in Lublin der Druck des, Talmud, und von da ab. erschienen in Polen mehrere Ausgaben. Diesen Ausgaben sind die Venetianer (Giustiniani) zu Grunde gelegt, Manuscripte standen, wie. Herr R. behauptet, trotz manchen Angaben auf dem. Titelblatt nicht zu Gebote, aber der Mangel an Mannseripten wurde reichlich durch die scharfsinnigen krir. tischen Textesver-besserungen. des R. Salomon Luria מוחויש״ל, ersetzt, und ein lesbarer Text,hergestellt. (Auch R. Samuel Ed eis הרי.רש״א; hat ein grosses, Verdienst durch seine Texteseinendationen zu einigen Traktaten.;• auch, hat er ein Talmudmanuscript besessen.) ■:— Später wendeten• sich, die italienischen Juden, die den Talmud nicht aus Polen beziehen, konnte, an Pius IV. und an das; Tridentinische. Concil; durch viele Bestechungen erhielten sie im Jahre 1564 die Erlaubniss., den Talmud zu drucken,, doch sollte er erst die Censur zu Rom passiren, auch dürfe das; Werk nicht die Aufschrift ״Talmud“ führen.. Sn erschien, nun, in). Jahre 1578—1581 eine Talmudausgabe zu Hasel mit grossen; Ceusurlücken, (Feuertod und: Censur quälen!),mit d<3r Aufschrift Gemara, die Benennung.. ״Talmud‘* wap (wie lächerlich!)..verpönt. A uch, ist, in der Baseler Ausgabe der . Traktat Abo da . sara weg-, gelassen. Herr R. zählt nun die ferneren Ausgaben des Talmud bis; auf die neueste Zeit auf. Die vollständigen Talmudausgaben belaufen sich in ihrer Gesammtheit auf funfundvierzig, einzelne Traktate sind unzähligenial gedruckt worden. Das: jüdische Nationalwerk ging aus allen Verfolgungen siegreich hervor! Nachdem Herr R. in einem anderen kurzen Abschnitte einige alte Druckwerke besprochen, geht er zu dem eigentlichen:Werke,, der. Vergleichung, des Münchener Manuscripts mit unseren Aus״ gaben über. Die Varianten sind zahlreich. Herr R. versucht theils durch Parallelstellen aus anderen Tahnudtraktaten, tlieils aus Anführungen bei früheren Autoren die richtige Leseart zu eruiren und legt hierbei: eine ungemeine Belesenheit in der tal״ mudischen und nachtalmudischen; Litteratur an den Tag. Zu bedauern ist, dass Herr R. nicht die eigentlichen Grundzüge der Varianten, festgestellt hat. Diese sind : der Münchner Codex hat manche grössere.Stellen, die in unseren; Ausgaben fehlen, vgl. S. 208 ,202 ק״א %ח. u. a.; der Münchner Codexhat ein

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