Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 146 (sequence 6)
- Language
- German
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146 Die Commentarien des Ephfaem Syrus im Verhältniss Auch die Variante Ephraems für (Gen. 49, 23 p. 110 F) wird man vergebens wo anders als bei Onkelos und der Hagada suchen. Denn seine Worte sAv3> s)o >• v •>> y oj ■S ׳4 ׳ין^ ׳$> ׳ק, ׳ק <?.< ׳<!.״ מ , o ^0^2)0 OjJLq^a Vs^ vpj] -0*0-) -Op wO| ״Wenn JJLq^a steht“• (seil, im Hebr. oder nach dem IIehr. zu übersetzen ist) etc. haben nur dann einen Sinn, wenn man für בעלי חצים die Debersetzung des Onkelos בעלי פלג1תא substituirt, cf. Gen. R. c. 98. Dasselbe gilt von der Anführung des Ebroio zu Num. 19, 17 yof ^\rh (0נצ| ן }JLL Jb50 JäL* ״Für lebendiges Wasser sagt der Hebräer sprudelndes Wasser". Das hebr. □כלים היי bedeutet aber gar nichts anderes als )צ^, und nicht der hebräische Text, sondern Onkelos und Jonathan haben dieses )*ימי מבוע <צ weil es so die Halacha erklärte, v. Pesachim 34b und Sotah 15b1). Da also Ephr. den hebräischen Text nicht verglichen, noch weniger aber selber ein Targum benutzt hat, so kann er nur derartige Lesarten durch Mittheilung von Juden erfahren haben. Dass diese Emendation richtig ist, beweist I. Sam. 23-, 19, woselbst der Uebersctzer במצדות ebenfalls unverändert wiedergegeben hat, nämlich 101^0:2 corrumpirt 10פ0^ו> . — Wir beschränken uns hier übrigens auf.den Pentateuch, da wir es nur mit den Commentarien zu diesem zu .thun haben; aber auch sonst ist unter Ebroio, wie sich leicht zeigen lässt, nicht der hebräische Text zu verstehen, sondern der von einem Hebräer dem Ephr. mitgetlieilte Targumtext, v. p. 524 A zu II. Regg. 3, 15 (];JD) J»f o^jLjr;xij )*.גסס*( . גסס ojLT) ffizsC;פב;| (^ך /(סג oj 11סס*( ר^בג/, ist aber nichts anderes als Cither- Spieler (v. jlqj נן*ן) und das angeblich hebräische Wort )A3 hat nicht der hebräische Text, sondern der des Jonathan b. Usiel a. 1. .גברא דידע לנגנא בכנ1רא נ) Das oben erwähnte Scholion fehlt in unserer Ausgabe, findet sich jedoch cod. Vat. 103 fol. 23 b (s. Pohlmann 1. 1. II, 28). Der Herausgeber hat nicht nur einzelne Scholien, sondern ganze Stücke, die dem Ephr. angehören, ohne Grund ausgelassen. So ist opp. II p. 93 L 37 zu suppliren fol. 209 — 216, 8. Pohlmann ibid. p. 22, 30׳ und 31.