Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 105 (sequence 8)
- Language
- German
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zur jüdischen Exegese. 105 zur Geburt Jesu verflossen sein sollen. N&ch der Berechnung des Hesychius, die sich auf die LXX stützt, soll Plialeg die Mitte dieser 6 Jahrtausende bezeichnen; es ist jedoch genügend erwiesen, dass in der LXX die chronologischen Angaben bei den Lebensjahren der Patriarchen vor Abraham wegen der erwähnten chiliastischen Anschauung gefälscht worden sind1). Es ist also klar, dass weder die Berechnung des Hesychius, die von dem hebräischen Texte um 1243 J., noch die des Eplir., die von demselben um 1052 J. differirt, Anspruch auf Genauigkeit machen kann. Viel häufiger als derartige ausführliche Exegesen der biblisehen Erzählung hat Eplir. kurze Bemerkungen, die den bi bl. Text entweder einfach paraphrasiren (s. z. B. Gen. Cap. 46 init. p. 103 C, cf. Pirke di R. Elieser c. 39), oder gleichsam mit Glossemen bereichert wiedergeben, z. B.: Gen. 4, 7 ״ אם תטיב שאתWenn du den Bruderhass fahren lassest, so nehme ich dich wieder auf (ZsS^jq), sonst lagert die Sünde vor der Thür deines Herzens“ (י£^ך Jxil 143 A). Nach dieser Auffassung könnte man שאח (v. נשא seil. ״ (עןן Vergebung“ nehmen, cf. Onkelos a. 1. ישקבק לף• Eine fast kühne Bemerkung macht Ephr. über die Gottessöhne (Gen. 6, 2). Als Seth, der den wahren Glauben dem Sem und den späteren Geschlechtern überliefern sollte (IC), sich von den Kainiten getrennt hatte, nannten sich seine Nachkommen nach dem Namen des Herrn, nämlich das gerechte Volk des Herrn (Gen. 4, 26 p. 47 D)2). Diese Gottessöhne nun3) heiratheten x) S. Frankel Einfluss der paläst. Exeg. S. 71, Graetz in Frankels Monatsschr. 1853 S. 432 ff. und Rahmer a. a. 0. S. 21. 9 (9.,״) V 10 יל VT' >9, 0 0 0 7 .71 0) * P0 ׳) V ° 2) OpBLSü Jooj JVsx . JL^OJ JbÖJO W.VJL ^JCÜOJ £;י0נ Jü.}) pax ^סגסי^ LUO }qjo cuvol) &^יג. 3) יע1( בני חאלהים (opp. I, p. 49 D) oder צ12;נ (opp. III, p. 564 E), wie LXX {yiol tov fteov) und Pesch, in ihrer jetzigen Lesart haben. Dass die erste Lesart in der Pesch, die ursprüngliche und ächte ist, ergibt sich aus der Vergleichung des Onk., der Gen. 6, 2 בני רברביא übersetzt und des Midrasch Gen. R. c. 21:ר״שב״י קרא לחון בני דיינא. Aehnliche Stellen, die von Ephr. nach, dem echten Texte der Pesch, citirt werden, während unser heutiger Text eine nach der LXX geänderte Lesart aufweist, 8. weiter.