Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 17 (1868)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
- Date
- 1868-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 7)
- Language
- German
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104 Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältniss י״ו יום שיכלות ההפלה יחרים על הלבנה; cf. Rosch hasch. 11b Pirke di R. dieser c. 8 und B. d. Jub. 1. 1. II 8. 240 und 246b- Eine gute chronologische Bemerkung macht Ephr. zu Exod. 12, 40. Die 430 Jahre seien nicht von dem Zuge Jakobs und seiner Familie nach Egypten zu rechnen, sondern von dem Bündnisse, das Gott mit Abraham geschlossen hat (214 A, cf. 250 B). Auf dieselbe Weise wird der Widerspruch zwischen Gen. 15, 13 und Exod. 12, 40 gelöst Mecliiltha Bo c. 14: כחלב אהר אומר שלשים וארבע מאות שנה וכתוב אהד אומר ועבדום וכי כיצר יתקיימו שני מקראות הללו שלשים שנה ער שלא נולד יצהק מגורה ברית בין הבתרים . Eine andere chronologische Notiz Ephraems dürfte, wenn sie auch nicht zur Lösung einer Schwierigkeit geeignet ist, doch zur Vergleichung mit anderen Angaben von Interesse sein. Von der Sintiluth bis zu Abraham sagt er (156 B) sind 910 Jahre und von Adam bis Abraham 3000 Jahre. Diese Angabe stimmt aber weder mit dem hebräischen oder syrischen Texte, nach welchem sich nur 1948 J. ergeben, noch auch mit der griechischen Leber- Setzung überein und ist wahrscheinlich lediglich aus der dogmatischen Tendenz hervorgegangen, Abraham als die Mitte der 6 Jahrtausende anzunehmen, die von Erschaffung der Welt bis י) Auch v. Lengerke bemerkt, dass die Ansicht Ephraems, die Welt sei im Nisan geschaffen worden, von den Talmudisten entlehnt sei (1. 1. p. 20 sq.). Allein die Uebereinstimmung mit dem Midrasch liegt noch mehr in der Art, wie er die Dauer der Sintflath berechnet. Zur Annahme der Weltschöpfung im Nisan könnte Eplir. auch wohl der Text der Pesch, bewogen haben, die Gen. 8, 14 nach den Zusatz hatte, woraus 60 ipso folgt, dass der erste Monat Nisan war. Dass dieser Zusatz ursprünglich in der Pesch, gestanden und bereits Ephr. Vorgelegen hat, beweisen ähnliche Zusätze, wie Gen. 4, 8 Ephr. p. 43 D und LXX a. 1.; Gen. 41, 44 p. 93 B; Lev. 10, 1 p. 239 E 5 Num. 21, 18 p. 263 C. 2) Diese Erklärung ist zwar schon von der LXX in den Text ausgenommen worden, was auch der Talmud (Megilla. 9a, cf. Mechiltha 1. c.) ausdrücklich berichtet; allein Ephr. kann hier nicht aus derselben seine Erklärung hergeliolt haben, da er in diesem Falle nicht verkohlt haben würde, die abweichende Lesart des griech. Textes, die er sonst bisweilen anführt (vgl. weiter) anzumerken.