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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 2 · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 2
Article
Die Commentarien des Ephraem Syrus im Verhältnis zur jüdischen Exegese
Date
1868-01-01
Page
Seite 67 (sequence 4)
Language
German
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zur jüdischen Exegese. 67 des Hiob und dem Verfasser des Buches, wenn sie noch aufgeworfen wird, in das Bereich der freien Hagada verwiesen, der es gestattet ist, je nach ihren Zwecken unbekümmert um jede Kritik den ethischen Gedanken der Bibel zu deuten. Die Hagada war eben das Gebiet, auf welchem der individuellen Ansicht, der unkritischen wie der kritischen, der freieste Spielraum gelassen war, weshalb denn auch in den Talmuden und Midraschim neben den naivsten Anschauungen sich Aeusserungen finden, die mit den Resultaten der modernen Forschung nicht selten übereinstimmen. Die Kirchenväter aber nahmen den jüdischen Midrasch ohne kritische Prüfung, oft sogar ohne riehtiges Verständniss auf, und es darf daher nicht Wunder nehmen, wenn auf Grund solcher Erscheinungen bei der Darstellung ihrer Exegese auf ״abgeschmackte Mährchen" und ״alberne Fabeln" der Rabbinen weidlich geschimpft wird1). Doch kehren wir zu Ephr. zurück, um seine Hebereinstimmung mit dem Midrasch auch in Bezug auf die eigentliche Erklärung des Textes zu verfolgen. II. Hagada als Exegese bei Ephraem. Bekanntlich sucht der Midrasch oft, indem er die defective Schreibart eines Wortes als Anknüpfungspunkt benutzt, eine allgemein verbreitete Volksanschauung im Textworte wiederzufinden. Erklärungen dieser Art nimmt nun Ephr. ohne Rücksicht auf die Etymologie in seine Exegese auf, z. B. Gen. 1, 20 ריברא אלהים את החנינם_• Diese grossen thaninim (j£ul), meint Ephr., sind Leviathan und Behemoth. Zwar werde das letztere (Hiob 40, 15 und ty. 50, 10) als Landthier geschildert; allein man muss annehmen, dass sie sich gleichsam die Welt getheilt haben, so dass Leviathan das Meer, Behemoth das Land bewohnt (p. 18 A: JL0X)0p>0 JJLoU) qA2>1J a.;3JLh *fco Woher diese sonderbare Erklärung entstanden ist, ergiebt sich aus der Vergleichung des Midrasch Gen. R. c. 7: »61 ,רבי פנהס בשם רבי אחא אמר תנעם כתיב זה בהמות ולויתן defective Schreibung der Pluralform תנינם deutet auf zwei Thiere, die nur vereinzelt Vorkommen: Behemoth und Leviathan. ') V. Rosenmueller 1. 1. I p. 172, Winer Bibi. Real־W. B. Art. Ur.

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