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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1868-01-01 · Heft 2 · p. Seite 52

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
17 (1868)
Issue
Heft 2
Article
Emanuel Osmund und Jean Paul
Date
1868-01-01
Page
Seite 52 (sequence 12)
Language
German
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52 Emanuel Osmund und Jean Paul. Beiläufig! Eiu gutes Zeichen für den Sterbenden ist, wenn er lächelnd, hell oder das Gesicht in die Höhe (nur nicht gegen die Wand!) oder nach den Umstehenden, wenn er an einem Freitage, in der Nacht gleich nach dem Versöhnungstage, oder an einer leichten Krankheit stirbt...“1) Nur selten begegnen wir Emanuel in seiner einen Zeitraum von über dreissig Jahren umfassenden Correspondenz mit Jean Paul noch auf dem Gebiete der rabbinischen Literatur, der er übrigens ebenso wenig untreu wurde, wie er sich je den Gesammtinteressen seiner Glaubensgenossen entzog; es gebührt ihm das Lob, dass er in seinen freilich begrenzten Kreisen an der geistigen und politischen Hebung derselben den thätigsten Antheil nahm; durch Treue und Festigkeit im Glauben, durch strenge Gerechtigkeit, Menschenliebe und Vaterlandsliebe ging er ihnen als Beispiel und Musterbild immer voran. Geliebt und geachtet von Allen, die ihn kannten — und er hatte eine weitreichende Bekanntschaft, behauptete doch der Herzog von Meiningen steif und fest, den Aufsatz über die Juden in Herder’s Adrastea hätte kein Anderer als Emanuel geschrieben! — lag ihm doch die Zurück- Setzung, welche die Juden im Allgemeinen erfuhren, Centn erschwer auf dem Herzen. ״Ich kann nicht ohne Rührung bleiben“, schreibt er den 12. Juli 1795 an Jean Paul, ״wenn ich von der Tugend der Vaterlandsliebe lese. Und doch! den Juden und wäre er einer der angescheusten, grössten, brauchbarsten, d. h. reichsten, kann ich bei der jetzigen Lage der Dinge, nach welcher er dem Staate nicht im mindesten nützlich sein kann, darf und soll, nicht zum christlichen Tagelöhner hinauf lieben, auch nicht, wenn er die Ehre hätte, Hofjude zu sein! (Wie hässlich klingt das in mein Ohr . . .) Von Kindesbeinen an, d. h. so lange ich von Vaterlandsliebe nur etwas hörte, war es mein Wunsch, sie an den Tag legen zu können. Aber es war und ist nicht möglich“2). Denkwürdigkeiten I, 61. ,32 י! ר

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