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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 12 · p. Seite 461

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 12
Article
Einige handschriftliche Briefe von Jonathan Eibeschütz
Date
1867-01-01
Page
Seite 461 (sequence 2)
Language
German
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Einige liandschriftl. Briefe von Jonathan Eibeschütz. 461 unrichtige Voraussetzung des königlichen Bescheides, und damit trat diese Streitsache in die vierte Phase. Seine Gegner drangen darauf, dass ein rabbinisches Schiedsgericht die Streitfrage über Harmlosigkeit oder Verwerflichkeit der Amulete und über Eibeschütz’ Autorschaft untersuchen und ein endgültiges Urtheil darüber abgeben sollte, dem sich beide Parteien zu fügen haben würden. Eibeschütz musste auf diesen sogenannten Com promiss eingehen (1753). Er schlug aber einige untergeordnete Rabbinen von Lissa und Glogau als Schiedsrichter vor. Diesen Vorschlag verwarfen seine Gegner, besonders Joscha Falk von Frankfurt, der darauf bestand, dass er selbst zum Collegium zugezogen werden müsste. In dieser Zeit schrieb Eibeschütz diesen Brief (No. IV) an die Gemeinde von Worms mit schonungslosen Ausfällen gegen Joscha Falk Er war entrüstet darüber, dass dieser sich zu seinem Richter aufwarf. Zum Verständnisse dieses ignoblen Sendschreibens muss noch vorausgeschickt werden, dass zur selben Zeit in der Gemeinde von Frankfurt a. M. hässliche Streitigkeiten in Folge des Unfriedens zweier regierender Familien, Kulpa und Kann, herrschten. Die Gemeindeglieder zerfielen in Kulpische und Kannsche, und diese Parteien setzten einander viel zu. Der Rabbiner Joscha Falk war selbst in das leidenschaftliche Parteitreiben bin eingerissen, stand auf Seiten der Kannschen und wurde zuletzt dahin gebracht, eine Zuflucht in Worms sueben zu müssen. Er war selbst ein Verfolgter; niebtsdestoweniger verunglimpfte ihn Eibeschütz in den Augen seiner Wormser Beschützer und deutete an, sie mögen ihm ihren Schutz entziehen. Dass übrigens dieser Brief an die Wormser Gemeinde echt ist, wird in Eibeschütz’ Selbstvertlieidigungsschrift (לוחוח עתה) bestätigt. Daselbst bespricht er in der Einleitung diese neue Phase (Sig. ג׳ ג׳ b), und bemerkt, dass er in der Aufregung dieses Schreiben nach Worms gerichtet hat: וכתבתי לפרנס־ ומנהגי רק״ק ווירמז מצות ומרורים על הרב הגאון ר׳ יושע ותוכו שלפני חכמי גאוני תוגרמא וקונשטנטינא שאינם נוגעים כלל ואתם החתכמר ומדע נקריב משפטינו, ורם יורו ויכירו האמת הנכין עם מי ואם החנהו. עמי כפי הדין והדת. Das Datum fehlt hei diesem Briefe. Es lässt sich übrigens aus Eibeschütz’ Relation (in עדוח לוחות p. 48h) ergänzen, dass er im Sommer 1753 ausgestellt war. — Da sich Eibeschütz’ Sache in dieser Zeit verschlimmerte, und er Joscha Falk’s Beistand

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