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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 10 · p. Seite 386

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 10
Article
Beiträge zur Geographie des Talmud
Date
1867-01-01
Page
Seite 386 (sequence 12)
Language
German
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386 Beiträge zur Geographie des Talmud. in Jebamoth ist also unzweifelhaft in Syrien, sowie Pum-Nahara an anderen Stellen Apamia in Babylonien. Aus Folgendem möchte aber noch mehr zur Evidenz erhärtet werden, dass wir hier ein Pum-Nahara in Syrien vor uns haben, abgesehen davon, dass der Zusammenhang mit den andern drei Städten (Tadmor, Einesa und Raphanea). dafür sprechen. Ula fragt R. Hamnuna: ״ כסף גלגלתא להיכא יהבתWohin hast Du Dein Kopfgeld gezahlt?" Er antwortet darauf nach Pum-Nahara. Hierauf Ula: נהרא את CIDft ״ א"כDann bist Du auch von Pum -Nahara". Hier werden wir auf einen ganz bestimmten römischen Brauch hingewiesen, nämlich dass man sich ״schätzen" liess, nicht in seiner Wohnstadt, sondern in seiner Geburtsstadt. Muss nicht hierbei der Bericht Lucas (II. Kap.) einfallen, wo Joseph von Nazareth nach Bethlehem geht, auf dass er sich schätzen lasse? Das Factum wird zwar von den meisten Auslegern bestritten, indem Augustus unter Herodes in Palästina keinen Census vornahm, und dieser erst später, nach der Verbannung des Archelaus stattfand, in Folge dessen Judas von Galiläa den Aufstand erregte. Aber auch ein Fictum enthält in Bezug auf Brauch und Sitte Wahres. Hier finden wir diesen Brauch bestätigt; man liess sich ״schätzen" am Geburtsort, nicht am Wohnort. Wir müssen es daher hier mit einer festen, gesicherten römischen Provinz zu thun haben, wie es eben Apamene in Syrien war, nicht aber mit einem fluctuirenden Besitz, wie Babylonien zu dieser Zeit. Wir kennen zwar nicht genauer die Art der Abgaben und die Weise ihrer Erhebung bei den Parthern und Persern, vielleicht, ja sogar wahrscheinlieh, hatten sie auch das כסף גלגלתא• Das כרגא (Nedarim 65 b, Baba Bathra 8a) ist zu unbestimmt und bezeichnet, ähnlich dem hebräischen ל כלס jede Art Abgabe. Allein die Nebenabsicht, durch das Kopfgeld gleich die Population zu erfahren und deshalb Jeden zur ״Schatzung" nach seinem Stammort zu beordern, ist specifisch römisch, ist also hier von einer syrisch-römischen Heimath die Rede. Hierzu kommt noch folgendes Bewandtniss: R. Hamnuna war, ebenso wie Ula in Babylonien immigrirt; denn wir finden R. Hamnuna einmal (Moed Katon27b) in Galiläa. Dort heisst es: רב הכלנונא איקלע לדרוכלתא♦ Dies ist das Drymus, unweit des

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