Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Beiträge zur Geographie des Talmud
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 13)
- Language
- German
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Analekten. 387 Karmel, erwähnt von Josephus (B. J. I, 13- 2. Antiquit. XIV, 13, 3). Da es nicht wahrscheinlich ist, dass R. Hamnuna dahin kam, nachdem er einmal in Babylonien eingewandert war und sich hier niederliess, so muss dies gewesen sein, als er noch seine Heimat in Syrien hatte. Alles dies bestätigt, dass der Ort Pum-Nahara Jebamoth 1. 1. in Syrien ist, mithin ein anderer als das Pum-Nahara in Babylonien; bestätigt aber auch ferner, dass Pum-Nahara nur eine andere Benennung ist für Apamia, hier für Apamia ad Orontem, dort für Apamia ad Tigrim in Babylonien. Wir könnten noch zum Schluss von dem Ort, wo diese Unterhalturtg zwischen Ula und Rab Hamuna stattfand, sprechen, der kein anderer ist als Pum-Beditha. Allein dies würde uns hier zu weit führen und bedürfte dieser Ort in seinen mannigfachen Beziehungen einer selbständigen Betrachtung. Wir schliessen daher, indem wir glauben in dieser Erörterung nachgewiesen-zu haben, wie sehr geographische und geschichtliche Aufhellung, obgleich scheinbar nur neben der Sache selbst einherschreitend, zum besseren sachlichen Verständniss beiträgt. Analekten. 1. Der reiche Michel und der reiche Moses. Beide Männer, welche ungefähr um dieselbe Zeit lebten, haben bei ihrem grossen Vermögen in ihren Gemeinden eine hervorragende Stellung eingenommen und sind in denselben, wie leicht begreiflich, von bedeutendem Einflüsse gewesen. Heber den reichen Michel hat bereits K. in dieser Monatsschrift 1861, 239 und 1865, 425 zwei Notizen gegeben, von denen die erste — an deren Schlüsse jedoch statt ״alles schelmische Juden“ ״alter schelmischer Jude“ gelesen werden muss — wie dort angegeben, einem Briefe entlehnt ist, den Voigt in Raumer’s historischem Taschenbuche mittheilt und der auch Freytag in seinen Bildern aus der deutschen Vergangenheit I, 191 zur Quelle gedient hat. Allein ausser dem gedachten Briefe und demSchriftchen: