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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 9 · p. Seite 353

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1867-01-01
Page
Seite 353 (sequence 6)
Language
German
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353 Rezensionen und Anzeigen. diese Lesart aufrecht. Nun führt aber Raschi selber öfter Targumstellen zu den Psalmen, Sprüchen, zu Esther und Ruth an. Um diesen offenen Widerspruch zu lösen meint nun unser Verfasser: ומה שכתב (רש״י) במגילה שאין תרגום 'לכתובים על כורחך אין פירושו רק שלא נתחבר התרגום בימי התנאים ולכן מוחק תגירסא ״בהלל ובמגילה" ... בברייתא שם ... שאו לא היו ... הכתובים מתורגמים אבל בזה אין חולק שבזמן בעלי המדרש כבר היה תרגום לכתובים מתוקן. Man vergleiche nun die sehr feinen Niiancirungen, durch welche diese Worte sich von den im Jore Bina von H. Chajes unterscheiden: וצ״ל רזה שכתב רש״י דאין תרגום בכתובים היינו כי לא נתחבר התרגום בימי התנאים ומפ״זילא יתכן.. הברייתא. בהלל ובמגילה ... דהרי אז לא היו כתובים מתורגמים אבל פשיטא דבזמן בעלי המדרש ... נתקן תרגום זה ... Es ist dies ein speciell von Chajes gemachter Versuch zur Lö - sang jenes Widerspruchs in Raschi, der aber unserer Ansicht nach vollständig misslungen ist, denn in Sab. 115 a heisst es: מעשה באבא חלפתא שהלך אצלר׳ גמליאל . . . ומצאו שהיה יושב . . . ובידו ספר איוב תרגום והוא קורא בו אמר לו זכור אגי ברבן גמליאל אבי אביך שהיה עומד ע״ג מעלה בהר הבית והביאו לפניו ספר איוב תרגום... Hier wird also ausdrücklich zur Zeit der Tanaim ein Targum zu Hiob (also zu den Ketubim) erwähnt. Diese Stelle wird doch Raschi wohl nicht übersehen haben. Tosafot z. St. bemerkt auch in der That: משמע שבימי התנאים כבר נעשה חתום כתובים. Wir wagen folgenden Versuch zur Lösung jenes Wider- Spruches, ln Megila handelt es sich um den Vortrag des Targums während des Gottesdienstes, wie auch Raschi zur Stelle bemerkt: שהתרגום אינו אלא להשמיע לנשים ועמי הארץ שאינן מכירין בלשון הקודש . ... Zu ובהלל ובמגילה) עשרה טתרגטין) macht nun Raschi die Bemerkung: לא גרסינין שאין תרגום בכתובים, das mag nun nach dem Zusammenhang heissen: es gibt im Tempel oder in den Synagogen keinen Targum zu Ketubim, er wurde daselbst nicht vorgetragen. Nur Abschnitte aus dem Pentateuch und Stücke aus den Propheten (wie unsere Haftoras, die wahrscheinlich aus den Vorlesungen von Capiteln aus den Propheten entstanden sind) wurden in den Gotteshäusern verlesen und in die Frankel, Monatsschrift. XVI. 9. 27

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