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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 9 · p. Seite 339

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 9
Article
Beiträge zur Geographie des Talmud
Date
1867-01-01
Page
Seite 339 (sequence 10)
Language
German
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Beiträge zur Geographie des Talmud. 339 hat. Dieser ursprüngliche Name ist kein ariderer, als das biblisehe משא (Genesis 10, 30). Den ersten und eigentlichen Stammsitz dieser joktanitischen Araber oder Meschäer (Meseni) gibt ganz genau und richtig Ptolemäus an; indem er sagt: ״das wüste Arabien erstreckt sich im Osten bis zu dem Winkel des persischen Meerbusens, der auch der mesanitische Meerbusen ist8).“ Also die Sache ist sehr einfach. Die Meschäer (Meseni) sind der erste arabische Stamm auf der Halbinsel Arabien von Osten nach Westen; dort haben sie ihren Stammsitz. Sie waren den Tigrismündungen sehr nahe, reichten auch wohl gleich bis zu der einen (westlichen) Hauptmündung des Tigris, Im Osten der östlichen Tigrismündung legte Alexander der Grosse die Stadt Alexandria, später Oharax (d, h. der Damm) genannt, an, die er, wie so viele andere angelegte Städte, wieder im Stiche liess. Er hätte diese, durch ihre Wichtigkeit für den Handel nach Arabien und Indien, wohl mehr beachtet, allein sein Tod führte, wie überhaupt, so auch hier einen Abbruch herbei. Der Emir der Meschäer, Namens Spasines, Sohn des Saggonadax (Plin. 6, 27), zog sich die schwache Regierung der Seleuciden zu Nutzen, nahm Oharax, befestigte es mehr und erweiterte so das Stammgebiet. Seine Nachfolger dehnten durch friedliche oder feindliche Annectirungen das Gebiet nach Norden allmälig bis zur Einmündung des Euphrats in den Tigris aus, weshalb das daran liegende Apamia (אפמייא תתייתא) das mesenische genannt wurde. Im Osten des Tigris erweiterten sie ihren Besitz sogar bis zur parallelen Höhe mit Seleucia, überallhin Sprache und Namen mittragend. Dies ist das Mesene in seiner Ursprünglichkeit und in seiner Erweiterung. Schwierig ist es, was der Talmud (Kiddusch• 1. c.) bemerkt: zwischen den beiden Apamia sei eine persische Meile Abstand. Wir fanden nicht bei den Alten die Entfernung, weder von dem babylonischen bis zum mesenischen Apamia, noch die Länge des Tigris von der Einmündung des Nahar-Malca bis zur Einmündung des Euphrat. Jedenfalls war der Abstand bedeutend grösser. Er betrug nach ungefährer Schätzung % Grad, also 8) Ptolm. Geographia lib. 5, Cap. 18: tov!1v%ov to׳ü I1sq61kov nolnov zov MecavLzov K0X710V. 26*

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