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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 9 · p. Seite 337

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 9
Article
Beiträge zur Geographie des Talmud
Date
1867-01-01
Page
Seite 337 (sequence 8)
Language
German
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Beiträge zur Geographie des Talmud. 337 sehen beiden beträgt eine persische Meile (יפרסה <b b. eine Parasange gleich 3/4 deutschen Meilen); sie dulden gegenseitig keine Gemeinschaft unter sich und selbst Feuer geben sie sich nicht4). Ein Kennzeichen hast du für das Unebenbürtige, man spricht daselbst mesenisch." Das obere Apamia (אפמייא עליתא) ist das Apamia, wo der Nahar-Ualca in den Tigris geht, und das untere — אפמייא תתייתא — dasjenige, wo der Euphrat in den Tigris geht, das heutige Koma4). Indem der Talmud beim zweiten hinzufügt, ״ ר וסימנך דמישתעיא מישניתman spricht schon da mesenisch“, so kann das nur so verstanden werden, das mesenische Gebiet erstreckt sich bis dahin, dort ist mesenisch schon die öffentliehe und officielle Sprache, und zwar vom persischen Meerbusen an. Der Gebieter von Mesene5) war der Fürst von Oharax Spasinu, welches an der Ostseite des Tigris liegt; er war seit dem macedonischen Zeitalter Beherrscher aller Tigris- Mündungen. Die Nordgrenze ist hier, wie es zutreffend aus dem Talmud hervorgellt, entscheidend und schliesst ohne Weiteres den südlichen Th eil bis zum persischen Meere ein. Mannert setzt daher, nach PhiLostorgius, Mesene zu wenig nördlich, abgesehen davon, dass sein Gewährsmann Nichts für ihn beweisst, denn allerdings sind die Einwohner zwischen den Tigris- Mündungen ebenfalls Mesener; Forbiger zu viel nördlich und zu wenig südlich, um einen Unterschied zwischen einem Inselland und einem Mittelland herauszubekommen; der Talmud, unbedingt aus eigener Anschauung, hält gerade die Mitte und setzt es von der Einmündung des Tigris in den Euphrat — אפמייא חחייחא — bis zum persischen Meere. Männert (1. c.) hätte aber gar nicht seine Zuflucht zu der Annahme zu nehmen gebraucht, dass es mehrere Mesenen gab; er hätte nur den natürlichen, geschichtlichen Gang im Auge 4) Ueber die verschiedenen Apamiae vgl. Pauli, Realencyclopädie der Alterthums־Wissenschaft. Wenn die Stadt Digba (Plin. II. N. VI, 27. 31) ebenfalls als der Ort genannt wird, wo sich der Euphrat mit dem Tigris vereinigt, so kann dies nur von einem Arm des Euphrat gemeint sein. s) Kidduschin 72 b.איסתנלרא למישון. Frankel, Monatsschrift. XVI. 9. 26

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