Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension] / Frank
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
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278 Recensionen und Anzeigen. Ber. Rabba citirt wird. Diesem gemäss war es den Urenkeln, nicht aber den Enkeln Jakob’s untersagt, ihm den letzten Liebesdienst zu erweisen. — 2. B. M. cap. 21, 15 heisst es in Raschi ונמצא כבר קודם המכירה, hingegen citirt Nachmanides ונמצא בידו קורם המכירה, was einen bessern Sinn gibt. — 4. B. M. cap. 1, 2 heisst es in Nachmanides שאו אח ראש כל עדת בנו ישראל, כמו שאומרים לקוסטינר ארים רישיה דדין לשון רש״י. Diese Stelle befindet sich in unserm Rascnitext gar nicht, auch darf man hier nicht in Nachmanides wie zu Bereschit 25, 9 statt רש״י lesen ב״ר, da es erst weiter in Nachmanides heisst: ושוב מצאתי דמדבר סיני רבה אמר רבי פנחס וכר כאדם שאומר לקוסטינר סב רישיה דפלן• Es fehlt hier also offenbar diese Stelle in Raschi. Wir wollen hier mit unsern Bemerkungen abschliessen. Herr Berliner wird die Ueberzeugung gewonnen haben, dass wir sein Werk nicht durchblättert, sondern mit der dem Inhalt seines Buches entsprechenden Würdigung durchstudirt haben, auf welche eine solche Herausgabe des Raschi - Connnentars vollen Anspruch machen darf. Nur noch eine Bemerkung sei uns zum Schlüsse gestattet. Als wir das Buch zur Hand nahmen, wunderten wir uns sehr, ja es schmerzte uns, den Pentateuchtext nicht beigedruckt zu finden. Gegen Ende der Vorrede spricht Herr B. sich aber hierüber aus. Die ältesten Raschicommentare zum Pentateuch wären auch ohne Pentateuchtext herausgegeben worden, behauptet Herr B. Nun, wir besitzen Ausgaben aus den Jahren 1475, 1487, 1534, 1548 ohne Pentateuchtext, aber ebensoviel, vielleicht noch mehr mit demselben, so aus den Jahren 1482, 1490, 1491, 1505 (vgl. Zunz’ Zeitschrift u. 8. w. 8. 352 ff.). Aber auch dieses zugegeben, tempora inutantur; in früheren Jahrhunderten kannte ein Jeder den Pentateuchtext fast auswendig, er brauchte daher nicht erst den Pentateuch zum Commentar zur Hand zu nehmen; diese Bibelkenntniss darf man aber bei unserm Geschlechte nicht voraussetzen. Als zweiten Grund gibt Herr B. an, durch einen billigen Preis werde das Buch, nach der Ansicht seiner Freunde, eine grössere Verbreitung finden, da doch ein Jeder in dem Besitze eines Pentateuchs sich befindet. Dieses möchten wir doch bezweifein; dem grossen Publikum muss man Alles recht leicht