Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 257 (sequence 6)
- Language
- German
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Uebersetzung und Lexicograpbie. 257 hervorgegangen sind. Das eine der nach dem eroberten Zehn- 8 tarn me reich verpflanzten Völker, dem 6 ה m fremder, ungewohnter Laut war, sprach ע weich aus, behielt daher z. B. ל תרע שמע לעמר und עלי bei und machte aus — שלה לרחם יחסל רעם?עסל und שלע; während ein anderes, dessen Mundart härter war, ע in לה oder in לג ja gar in ק verwandelte, daher Formen wie גלי להמר לתרח und ״שמק Je nachdem der Eine mehr oder minder an Zischlaute gewohnt war, sprach er ל שרכן סרק oder צרכן aus. Ein und dasselbe Wort klang von den an verschiedene Anssprachen gewohnten, verschiedenen Zungen verschiedenartig wieder* so entstanden die von einander abweichenden Formen, die sich nach und nach Geltung verschafften und neben einander bestehen blieben. Wir haben bereits oben darauf hingewiesen, dass die Verschiedenheit der Elemente, aus denen die Mundart der Samaritaner zusammengesetzt ist, deutlich auf ein Mischvolk hinweist. Ob die sogenannten ״Kuthäischen Wurzeln", wie z. B. שיוף (Genes. 2,23), נליסה נילוס (das, ,11, 3), נסס (das. 14,3), לוטה (das. 19, 9. 10), תלקסיתיה (das. .1,21), פענטוס (das. 2, 5), לינק (das, 9, 13), לקרה (das. 11, 4), פלקולילה (das. V. 8) einem oder verschiedenen Sprach stammen angehören, lässt sich, obwohl letzteres wahrscheinlicher ist, mit Sicherheit nicht angeben. Aber wir begegnen im Samaritanischen ausser diesen, neben einer vorwiegend grossen Anzahl syrischer, chaldäischer und rein hebräischer Formen und Stämme, noch einer nicht unbedeutenden Anzahl arabischer, aethyopischer, persischer, griechischer, ja sogar, wie wir glauben, lateinischer, ferner, wie Castellus und Wahl5) nachweisen, koptischer uud armenischer Wurzeln. Das Arabische wurde schon vonMorinus und Castellus und nach ihnen von Uhlemann mit grösserem oder minderem Erfolge zur Erklärung des Samaritanischen herbeigezogen, und werden wir noch Gelegenheit haben, in manchen Fällen dasselbe zu versuchen. Von den griechischen Stämmen hat das Samaritanische ,die meisten durch Vermittelung des Chaldäischen und Syrischen überkommen; z. B. das auch im jerusalemischen Talimid Öfter vorkommende לבמיסון in der Mitte, (isaov, im chaid. 6) Vgl. Winer a. a. 0. S. 39. Frankel, Monatsschrift. XVI. 7. 20