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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 7 · p. Seite 247

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 7
Article
Zur Ethik des jüdisch-alexandrinischen Philosophen Philo
Date
1867-01-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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alcxandritiischcu Philosophen Philo. 247 bote• Gebot und Allegorie stehen nicht wie Geschiehthohes und Allegorie einander gegenüber, sondern sie werden als ursprünglich nebeneinander gehend, oder vielmehr die Allegorie in dem Gebote gehend gedacht: das Allegorisirte ist der Geist, der in dem Gebote zur sinnlichen Anschauung gebracht wird, oder, wie Philo sich häufig ausdrückt, die Gesetze gleichen dem Körper, die Allegorie der Seele. Gegen eine solche Anschauung gibt es nicht, wie beim Geschichtlichen, ein aus derartigen Träumereien zur Wirklichkeit erweckendes Reagens, und es muss solche Auffassung, die, wie man noch dazu vermeinte, die eigentliche, die Schrift verherrlichende Erklärung sei, das Gesetz seinem Wortsinn nach, den Körper, wie es diese philosophirenden Alexandriner nannten, herabdrücken und seine praktische Verbindlichkeit, die Ausübung, allmälig auf heben. Diese Ansicht hatte sich auch in der That im Leben vieler Anhänger dieser Schule geltend gemacht; Philo'8 frommer Sinn sträubt sich zwar dagegen und er tadelt solche ״Leichtfertigkeit2)“; doch weiss er nicht Genügendes entgegenzusetzen, er vermeint nur, ״dass wenn auch das buchstäbliche Gesetz nur der Körper sei, man doch, wie man für diesen, so auch für den gewöhnlichen Sinn des Gesetzes Sorge zu tragen habe“, dass ״wie der Bürger im Staate den allgemeinen Sitten und Gebräuchen nicht zuwider handeln darf, so sei es auch unbillig, in religiösen Angelegenheiten von Abhandlungen. Die mystisch-exegetischen bilden einen Commentar zu Genes. C. 1 —18 und C. 28, 10 bis Ende des Gap. Die eigentliche Folie machen seine philosophischen Anschauungen, die Form ist die allegorische Dieser Commentar ist, wie in dem oben erwähnten Programm nachzuweisen versucht wurde, aus Vorträgen entstanden, die Philo im Kreise der sich zu seiner Partei Rechnenden hielt. — Die historisch-paraplirastischen Schriften erzählen das Leben Abraliam’s, Joseph’s, Mosis und halten sich auf dem Boden des Geschichtlichen. Leber die anderen Schriften weiter. 2) Ovg fisiMpaipriv av eycoyt 1%׳ svxsqsCccs. de Migrat. Abraham, p. 402.

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