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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 6 · p. Seite 218

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 6
Article
Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
Date
1867-01-01
Page
Seite 218 (sequence 3)
Language
German
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218 Beiträge zur samaritanisehen Pentateuch- (Jerusalem)? ״Und warum nennst Du diesen Berg einen gesegneten?“ frug der Bah hi. ״Weil“, so entgegnete der Samaritaner, ״die Wasser der Sündfluth ihn nicht überschwemmten.“ Rabbi Jonathan wusste im Augenblick keine passende Entgegnung zu finden; da sprach sein Eseltreiber, nachdem er vorher die Erlaubniss des Rabbi eingeholt hatte, zu dem Samaritaner: ״Gehört euer Garizim zu den hohen Beigen, so muss er überschwemmt worden sein, denn so heisst es: und es wurden bedeckt alle hohen Gebirge; gehört er wieder zu den niedrigen, so hat die Schrift seiner gar nicht Erwähnung gethan und ihn unbeachtet gelassen.“ Aus dieser Erzählung geht nun klar hervor, dass gegen die Behauptung der Samaritaner, der Garizim sei von der Sündfluth verschont geblieben, die Juden, in ihren nicht seltenen Disputationen mit den Samaritanern5), sich auf diesen Bibelvers beriefen. Nach dem bisher Gesagten wird die Ursache der Uebersetzung in der sam. Paraphr. klar. Uebersetzte sie wörtlich, alle hohen Berge, so gäbe sie mittelbar zu, dass auch der Garizim vom Wasser bedeckt gewesen ist, deshalb hat sie: alle zerriebenen (oder verringerten) Berge; wobei der Hintergedanke des Uebersetzers augenscheinlich der ist: aber es gab einen Berg, den die Sündfluth verschonte, der also nicht שחיק war, und das ist der Garizim. Nach dieser Erklärung wäre nun die Wahl des Ausdrucks שחיק befremdend; aber auch diese wird durch die Angabe der Hagada gerechtfertigt, die Sündfluth habe die Erde selber theilweise verderbt. Anknüpfend an die Worte: הנני ו משחיתם את הארץ ieh verderbe sie mit sammt der Erde, berichtet der Midrasch (Genes, r. C. 31) אפילו ג' טפחים שהמחרישה שולטת בארץ נימוחו, die Erde selber wurde drei Tephach (ein Mass von ungefähr einer Handbreite) tief, so weit die Pflugschar in sie eingedrungen war, aufgelöst. In Bezug auf Reinheit und Unreinheit beobachten die Samaritaner die grösste Strenge; sie lesen daher unter Andern Bevit. 11,28 והנשא מנבלתם iur את נבלתם, da bei ihrer skiavischen Auffassung des Schriftwortes nach dem Wortlaute des jüdischen Textes nur das Tragen eines ganzen Cadavers vera) Vgl. unsere Disseri S. 57.

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