Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829346-2829352-2862799--10573-2862852- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
182 Beitrage zur samantaniscberi.Pentateuch- ׳?■ diener eifert. Hierher gehört vor Allem die Uebersetzung des Berichtes in Exodus (4, 24), dass Gott Mose habe tödten wollen. Dass die Samaritaner bei ihrer unbegrenzten Verehrung Mosis1) eine solche Auffassung nicht zugeben wollten und konnten, liegt auf der Hand. Bereits de Sacy (de versione Sam, arabica libror. Mosis, in Eichhorn'8 allgem. Biblioth. Bd. X., 8. 76) hat richtig bemerkt, dass die 8am. Paraphr. aus diesem Grunde daselbst המיתו von המת, tumultuari, tuinultuario aliquid agere, abgeleitet und ובעו למעצמאחה übersetzt habe: ״ersuchte ihn zur Eile anzutreiben", wie auch Abu-Said hat wJLbj , der in einem Schollen in der heftigsten Weise gegen die jüdisehe Auffassung dieser Bibelstelle polemisirt, die Mose als einen Sünder hinstellt, der die Todesstrafe verdient habe,2) עצם heisst also nicht, wie Castell, will, interficere, sondern ״drängen, antreiben", welchen Begriff die Paraphr. auch das. 5, 13 durch עצם gibt. Noch sonderbarer aber ist die Uebersetzung des folgenden Verses (25) in den sam. Uebersetzungen, die bis קחם נא אלי ואברכם r:5LJt ־Oc 0J.a*j .Jul, d. >-. mir schien das Wort קח durch (herantreten lassen) richtig übersetzt zu sein, entsprechend der Stelle, an der Jacobi sagt (Genes, 48, 9) u. 8. w. .קחם נא נ) Vgl. unsere Dissert. S. 20. 2) Die betreffende Stelle des seiner Wichtigkeit wegen öfter ab־ abgedruckten Scholions lautet: U*** ^! sh! jU! U2j£\3| XjIä! »lX3> sh! &UL5 «3jg.;J! J*Äft3! 3! S«AA^ 1-jLXj^! ^J! sh! j*bl״W (3j.AW.3l wAAW.i ^jj.^0 ^jiAää^o ^•LaajV! ^^.aJI ^^.a0Lä^.j! bl! U.Adw 1^4./) d. h.: Wisse (dem Gott gnädig sein möge), dass Saadias der Fajumenser, ein Gelehrter der Juden (Gott• möge ihn strafen!), in der Erklärung dieses Verses den grössten Fehler begangen hat. Denn er schreibt dem Gesandten (Gottes, d. h. Mose) das Begehen des grössten Verbrechens zu; da doch die Todesstrafe nur auf die grössten Verbrechen gesetzt ist, von denen die kleineren Propheten rein sind, geschweige die grösseren.